Ein 18-Jähriger sticht in einer Sommernacht vor einer Duisburger Event-Location auf seinen Kontrahenten ein, in einem Hochfelder Café zückt ein 28-Jähriger nach einem Streit ein Messer, in einer Huckinger Wohnung richtet ein 23-Jähriger mit einer Klinge ein Blutbad an: 2025 haben Täterinnen und Täter in Duisburg so oft zum Messer als Tatwerkzeug gegriffen wie nie zuvor. Das belegen neue Zahlen der Polizei.

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Der neue Leiter der Duisburger Kriminalpolizei, Robert Herrmann, spricht von einem „besorgniserregenden“ Anstieg der Fallzahlen. 361 Mal registrierte die Polizei 2025 das Messer als Tatwaffe. Das sind 36 Fälle mehr als im Vorjahr – ein Anstieg von 11 Prozent.
Ein Vergleich: 2021 lag die Zahl der Messertaten noch bei 219. Und: Zwölfmal griffen Täter nach Einordnung der Staatsanwaltschaft im Vorjahr zum Messer, um ein Menschenleben zu beenden. Auch das ist für Herrmann besonders kritisch. „Messer sind überall verfügbar, sie sind in jedem Haushalt, und da ist die Steigerung des Einsatzes bei versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten besorgniserregend“, betont er.
Aber auch bei Körperverletzungs- und Raubdelikten ist der Messereinsatz sehr stark angewachsen. Eine Zahl, die das unterstreicht: 120 Mal wurde die Waffe bei Bedrohungsdelikten verwendet.
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Taten mit Messer: Duisburger Kripo ermittelt 347 Verdächtige
Zu den insgesamt 361 Messertaten konnte die Kripo 347 Tatverdächtige ermitteln. Laut Polizei sind 168 von ihnen Ausländer. Dazu muss man wissen: Tatverdächtige mit der deutschen und einer weiteren Staatsangehörigkeit werden in der Statistik nicht als ausländische Tatverdächtige erfasst.
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Der Trend beim Messer als Tatmittel hält an, obwohl die Duisburger Polizei Anfang 2025 einen resoluten Schritt gegangen ist: Gegen eine einstellige Zahl von Personen wurde seinerzeit ein Messertrageverbot für jeweils drei Jahre verfügt. Die Betroffenen dürfen in der Öffentlichkeit kein Messer bei sich haben. Dieses Verbot ist auch im polizeilichen Abfragesystem hinterlegt. Bei Verstößen drohen zunächst Zwangsgelder, dann eine sogenannte Erzwingungshaft.






