Die Autobahn GmbH überwacht in einem innovativen Pilotprojekt elf ausgewählte Brücken im Ruhrgebiet und im Bergischen Land mit Künstlicher Intelligenz. Schäden sollen so frühzeitig erkannt werden. Dazu werden bis Mitte 2026 auch in Duisburg A59-Brücken – Gartsträuch/Meiderich/Grunewald (Bauwerk 1 und 2) – mit Sensoren ausgestattet.

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Sie sollen kontinuierlich Daten in Echtzeit zu Schwingungsverhalten, Temperatur, Materialbewegungen und Setzungen liefern. Die KI analysiert laut Autobahn GmbH diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden. Der Ansatz: weg von starren Prüfintervallen und punktuellen Sanierungen – hin zu einer vorausschauenden, datenbasierten Infrastrukturpflege. Wenn das alles so wie geplant funktioniert, könnten Deutschlands Brücken künftig nicht nur saniert, sondern verstanden werden – mit deutlich optimierter Nutzungsdauer, so die Autobahn GmbH.
Marode Brücken in Duisburg: KI soll Schäden künftig frühzeitig erkennen
Der Hintergrund: In den kommenden Jahrzehnten müssen bundesweit mehr als 8000 Brückenteilbauwerke im Zuständigkeitsbereich der Autobahn GmbH des Bundes erneuert oder umfassend modernisiert werden. Als Antwort darauf hat das Bundesverkehrsministerium 2022 das Brückenmodernisierungsprogramm gestartet. Kernstück ist ein definiertes Brückenmodernisierungsnetz, das besonders hochbelastete Autobahnabschnitte in den Fokus rückt.
Auf diesen prioritären Strecken sollen 4500 Teilbauwerke innerhalb von zehn Jahren ertüchtigt werden – ein ambitioniertes Ziel, das laut Autobahn GmbH nicht nur Geld und Personal, sondern auch technologische Innovation erfordert. Genau hier setzt das Pilotprojekt an.
Politprojekt mit elf Brücken im Ruhrgebiet und Bergischen Land
Ein erster Testlauf an der Brücke „Uellendahler Straße“ in Wuppertal sei erfolgreich gewesen und das neue Monitoringprogramm nun in den Regelbetrieb übergegangen. Inzwischen wurden drei weitere Bauwerke mit der Sensorik ausgestattet: die Brücken „Geitlingstraße“ (A40) in Mülheim an der Ruhr, „Werksbahnen“ (A3) in Oberhausen und „An der Hoffnung“ (A52) in Ratingen. Neben den Duisburger Brücken der A59 sollen bis Mitte 2026 auch die Mintarder Ruhrtalbrücke (A52) sowie in Velbert die Talbrücke Grund und das Bauwerk Ostumer Weg (beide A535) folgen.
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Die Testphase ist auf fünf Jahre angelegt und soll alle klimatischen Jahreszyklen abbilden. Nach dem ersten Jahr ist eine Zwischenauswertung vorgesehen, auf deren Grundlage über eine mögliche Ausweitung entschieden wird.
„Das KI-Monitoring ersetzt keine Bauwerksprüfung, es ergänzt sie sinnvoll“, betont Tobias Fischer, bei der Autobahn GmbH Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung der Außenstelle Essen.





