Beim Experimentieren mit Sprengstoff hat sich ein Mann aus Duisburg am Mittwoch Teile seiner Hand weggesprengt.
Gegen 19.12 Uhr löste der Brandmelder in seiner Wohnung an der Hultschiner Straße in Höhe der Wanheimerorter Kneipe „Tönnchen“ aus. Polizei und Retter rückten aus.
Sprengstoff-Unfall in Duisburg-Wanheimerort: Einsatzkräften bietet sich schreckliches Bild
In dem Mehrfamilienhaus trafen sie dann auf den 33-Jährigen und ein schlimmes Bild: Seine Hand blutete stark, er hatte sie notdürftig mit einem Verband umwickelt. Ein abgesprengter Finger klebte an der Decke. Der Mann gab selbst zu, mit Sprengstoff hantiert zu haben. Die Retter brachten ihn in eine Spezialklinik für Handchirurgie.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft durchsuchten die Beamten die Wohnung und stießen auf noch mehr Sprengstoff. Deshalb wurde auch ein Spezialteam des Landeskriminalamtes (LKA) angefordert. Das Wohnhaus blieb unbeschädigt. Der 33-Jährige muss sich mit einem Strafverfahren auseinandersetzen. Das Kriminalkommissariat 11 ermittelt weiter.

Täglich (außer Samstag)
Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
In den vergangenen Monaten gab es in Duisburg immer wieder schwere Unfälle mit Böllern – vor allem an Halloween. Ein zwölf Jahre altes Mädchen verlor bei einer Explosion im Bereich der Norbertuskirche in Obermarxloh vier Finger einer Hand. Einem Teenager zerfetzte ein Böller in Aldenrade die Hand. Die Ärzte mussten außerdem um das Augenlicht des 14-Jährigen kämpfen. Vor Silvester war die Sorge vor ähnlich schlimmen Unfällen groß. Die Polizei warnte deshalb mit einem Schock-Video.





