Marcus Wittig ist am Dienstag als Chef der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), der Stadtwerke und der DVG fristlos entlassen worden. Nun wird hat der 52-Jährige das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden beim MSV Duisburg aufgegeben.

Täglich (außer Samstag)

Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

[Verpassen Sie keine Neuigkeiten zur Bestechungsaffäre bei der DVV und abonnieren Sie unseren täglichen Duisburg-Newsletter. Hier können Sie sich für die E-Mail gratis und unverbindlich anmelden.]

Wittig erklärte am Donnerstag seinen Rücktritt. In einer Mitteilung des MSV heißt es: „Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der MSV Duisburg GmbH & Co KGaA Marcus Wittig hat am 5. Februar 2026 den Vorstand des MSV Duisburg e.V. informiert, dass er von seiner Position zurück tritt. Der Vorstand hat den Rücktritt angenommen. Der Aufsichtsrat des MSV wird damit vom bisherigen Stellvertreter Dennis Baaten geleitet. Über eine mögliche Neubesetzung wird der Aufsichtsrat in seiner kommenden Sitzung beraten.“

Lesen Sie auch diese Artikel zur DVV-Affäre:

Der Manager hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er kein großer Fußball-Fan ist. Für das Amt hielten die Gesellschafter sowie Oberbürgermeister und MSV-Fan Sören Link den Chef des großen Stadtkonzerns jedoch für geeignet, weil Wittig als Wirtschafts- und Finanzfachmann geschätzt war. 2024 hatte er sich nach dem Abstieg in die vierte Liga unter anderem als Gastgeber des Gebertreffens dafür eingesetzt, dass Sponsoren das wirtschaftliche Überleben der Zebras sicherten.

Auch interessant

Korruptionsaffäre: Anwalt des gefeuerten DVV-Chefs kündigt Stellungnahme an

Marcus Wittig war von den DVV-, Stadtwerke- und DVG-Aufsichtsräten am Dienstag gefeuert worden, weil er versucht haben soll, nach Korruptionsvorwürfen eines anonymen Hinweisgebers Beweismaterial vernichten zu lassen. Am Mittwoch darauf ließ die Staatsanwaltschaft seine Wohnung durchsuchen. Sie ermittelt gegen ihn und seinen ehemaligen Mitgeschäftsführer Axel Prasch wegen des Verdachts der Untreue, der Strafvereitelung, der Anstiftung zur Urkundenunterdrückung und zur Sachbeschädigung sowie wegen des Verdachts strafbarer Verstöße gegen das Betriebsverfassungsgesetz.

Wittigs Anwalt Dr. Eren Basar erklärte nach den Hausdurchsuchungen: „Eine Stellungnahme gegenüber der Öffentlichkeit wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Den Anfangsverdacht werden wir zunächst umfassend mit der Staatsanwaltschaft erörtern. Mit dieser stehen wir bereits im Kontakt.“