Die Niederrhein-Therme im Revierpark Mattlerbusch erweitert ihr Angebot für Frauen. Ab Ende Februar 2026 wird es zusätzlich zu den „Ladies Nights“ einmal im Monat einen Themenabend geben, an dem ausschließlich Frauen Zutritt zur Therme haben.

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„Diese Entscheidung folgt dem großen Erfolg der ,Nacht der Damen‘, die zwei- bis dreimal jährlich mit Showacts, speziellen Aufgüssen, Peelings, Klangschalen und Massagen stattfindet und regelmäßig ausverkauft ist“, heißt es in einer Mitteilung der Therme in Röttgersbach.
Niederrhein-Therme in Duisburg: Mehr Saunazeiten exklusiv für Frauen
Jürgen Hecht, Geschäftsführer der Freizeitgesellschaft Ruhr, erklärt: „Wir wollen an dieses Erfolgsformat anknüpfen und die Therme einmal im Monat ab 18 Uhr exklusiv für Frauen öffnen, und zwar zum regulären Eintrittspreis.“ Neben diesem neuen Angebot gibt es bereits jeden Dienstag ab 15 Uhr im gemischten Bereich den Aufguss „Sauna für Sie“.

Exklusiv steht den weiblichen Gästen außerdem immer ein separater Bereich mit zwei Schwitzkabinen und einem Außengelände zur Verfügung und jeden Sonntag gibt es nachmittags Beautyaufgüsse nur für Damen, betont Hecht.
Die Niederrhein-Therme wird häufig kritisiert – vor allem von Frauen, die sich von Männern belästigt und nicht sicher fühlen. Nach einem Selbstversuch von zwei unserer Redakteurinnen haben sich einige Gäste der Therme bei uns gemeldet und ihre Erlebnisse geschildert.
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„Mir haben die Mitarbeiter erzählt, dass sie jeden Tag x-mal einschreiten müssen“, sagt ein Stammgast (Name der Redaktion bekannt). Seine Frau ginge nur noch in die Damensauna, wenn er nicht dabei sei. „Sie ist eher üppig, was in bestimmten Ländern ja sehr geschätzt wird, und da kriechen dir die Typen schon mal bis in die Dusche hinterher, obwohl sie aktuell nichts zu waschen haben.“ Deutlich besser sei es an den Abenden, an denen im ganzen Gelände FKK angesagt sei: „Dann wird es relativ benimmsicher.“
Das bestätigt ein anderer Besucher: „Ich gehe immer mittwochs ab 19 Uhr, dann ist FKK und es sind nicht so viele von den Typen unterwegs, die Ärger machen. Viele von denen wollen sich ja nicht nackt zeigen, gehen mit Badehose in die Sauna.“ Wie einige andere aus dem Duisburger Norden bringt er das neue Rheinbad in Wesel ins Spiel: „Eine sehr gute Alternative zur Niederrhein-Therme!“
Ein Paar erzählt, dass die Frau ungeniert angegafft wurde – und das, obwohl ihr Mann neben ihr saß. „Außerdem haben wir erlebt, dass eine Mitarbeiterin in der Sauna für Ruhe sorgen wollte, in der sich Männer lautstark unterhalten haben. Die Männer haben sie einfach ignoriert und sie ist wieder gegangen.“ Die beiden haben ihre Lösung für entspanntes Saunieren gefunden, die nicht jeder umsetzen kann: „Wir haben uns in unserem Haus eine kleine Sauna eingebaut.“
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Geschäftsführer Jürgen Hecht betont in einer schriftlichen Stellungnahme, dass sicheres Baden und unbeschwertes Saunieren, insbesondere für Frauen, höchste Priorität haben. Er untermauert dies mit Zahlen: „Im vergangenen Jahr besuchten durchschnittlich fast 700 Gäste täglich die Niederrhein-Therme, davon etwa 260 Frauen. In Bezug auf Belästigungen wurden 44 Hausverbote ausgesprochen und es gab drei Polizeieinsätze.“ Dies zeige, dass das Team eingreife und bei Bedarf Hilfe hole.
Es handele sich um Einzelfälle, die im Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl von jährlich 250.000 Gästen zu bewerten seien. Personen, die stören oder sich unsittlich verhalten, müssten die Therme verlassen. „Bei uns soll sich auch in Zukunft jede und jeder sicher und wohlfühlen.“
Der Redaktion sind alle Namen der Gesprächspartner bekannt.







