Man zuckt dann doch unwillkürlich zusammen. Vor wenigen Wochen erst ist das Mallorca-Musical „Malle Olé“ mit viel Trara im Duisburger Theater am Marientor (TaM) gestartet. Man kann von den Partyschlagern und der Kultur der Ballermann-Apotheose durch Eimersaufen halten, was man will, aber „Malle Olé“ hat sein Publikum gefunden, den Premierengästen brannten die Handflächen vor lauter Mitklatscherei. Wenige Tage nach der Premiere kündigte Produzent Harald Reitinger gar neue Spieltermine bis in den Mai hinein an, so groß sei die Nachfrage. Und jetzt das.

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„Abgesagt“. Dieses unschöne Etikett ziert im Ticketportal nun fünf der kommenden Shows, nämlich die am 25. Januar, am 1. Februar (um 14 und um 19 Uhr), am 3. Februar und am 18. Februar. Das Trauma tief in der Duisburger Musical-Seele regt sich. Wiederholt sich die Geschichte? Die des Musicals „Wallace“, das nie seine Premiere erlebte, die von „‘N bisschen Frieden“, das nach seiner Premiere direkt wieder eingestampft wurde, und wegen der Ralph Siegel nun blechen muss? Wird Duisburg zum Elefantenfriedhof der Musicals?

„Malle Olé“ in Duisburg: „Wollen auf das Verhalten unserer Zuschauer eingehen“

Nein, sagt Malle-Olé-Produzent Harald Reitinger auf Anfrage der Redaktion. Kein Grund zur Panik also? „Wir haben festgestellt, dass speziell sonntagabends nur wenige Leute in unser Musical kommen“, erklärt Reitinger, „wir haben daraufhin unsere Termine angepasst. Auch der Aschermittwoch (18. Februar) ist offenbar in NRW ein No-Go. Wir mussten einfach entscheiden, ob es tatsächlich Sinn macht, an Tagen mit wenig Nachfrage zu spielen.“

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Weitere Absagen seien „im Moment“ nicht geplant, so der Produzent, bei den fünf aktuellen Absagen handele es sich auch nur um Verlegungen. „Wir haben uns mit der TaM Vertriebsgesellschaft darauf geeinigt, diese Termine in die Verlängerungszeit zu legen und de facto zu tauschen.“ Nach zwei Wochen Spielzeit habe man Erfahrungswerte dazu gesammelt, wann das Publikum gerne kommt und wann nicht.

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Eine konkrete Anzahl an Tickets, die für eine Show verkauft sein müssen, damit sie nicht abgesagt wird, gebe es nicht. „Wir wollen mit dieser Maßnahme einfach nur auf die Gegebenheiten und auf das Verhalten unserer Zuschauer eingehen.“ Beim Publikum seien die beliebtesten Showtermine demnach die Vorstellungen von Donnerstag bis Samstag und die Sonntagmittag-Show.

Duisburg - Premiere Musical „Malle Olé“
Keine weiteren Absagen geplant – im Moment. „Malle Olé“-Produzent Harald Reitinger erklärt, warum fünf Vorstellungen des Mallorca-Musicals nun doch nicht gespielt werden.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

Ticketkäufer haben Chance auf bessere Sitzplatzkategorie

Wer schon Karten für eine der fünf Shows gekauft hat, hat jetzt zwei Möglichkeiten: Der Ticketpreis kann auf Wunsch erstattet werden – oder die Malle-Fans können sich kostenlos einen anderen Spieltermin aussuchen. Harald Reitinger will Option zwei noch zusätzlich versüßen. „Wir werden sogar Kulanzangebote machen, um den Gästen eine bessere Kategorie an einem anderen Tag anzubieten.“

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Die neuen Spieltermine jenseits des 21. Februar sind auf der Ticketplattform noch nicht scharfgeschaltet, das soll laut Harald Reitinger aber „in den nächsten Tagen“ passieren. Hat sich der Sturm im Sangria-Eimer also gelegt? Weitestgehend, aber Produzent Reitinger sagt auch: „Sicher werden wir immer wieder Anpassungen vornehmen. Wir lernen jeden Tag dazu und wollen einfach ein grandioses Gesamtpaket liefern.“

„Malle Olé“ in Duisburg: Hier gibt es Tickets

Karten für das Mallorca-Musical gibt es im Internet unter malle-ole.de.

Die Preise der Tickets hängen auch vom Wochentag ab. So kostet die günstigste der fünf Kategorien beispielsweise am Dienstag, 27. Januar, 57,75 Euro und die teuerste 123,75 Euro. Die günstigsten Tickets in der Show am Samstag, 31. Januar, kosten dagegen 68,75 Euro, die teuersten 134,75 Euro.

In jedem Ticket, unabhängig von der Kategorie, ist die „Malle-Party“ inbegriffen. Die steigt eine Stunde vor jeder Show und geht nach der Vorstellung weiter.