Im Jahr 2026 gibt es in Duisburg weniger verkaufsoffene Sonntage als im Vorjahr. In der Innenstadt samt Königstraße und Einkaufszentrum Forum sind weiterhin vier Sonntagsöffnungen geplant, jedoch fallen zwei Termine in den Nebenzentren der Stadtteile weg. Im Süden der Stadt ist kein verkaufsoffener Sonntag vorgesehen, im Westen entfällt eine beliebte Traditionsveranstaltung und somit die Grundlage für eine sonntägliche Öffnung der Geschäfte.

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Der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres ist für den 26. April angesetzt. An diesem Wochenende findet in der Innenstadt ein Frühlingsfest mit einem beliebten Trödelmarkt statt. Duisburg Kontor holt den in Düsseldorf sehr beliebten Mädelsflohmarkt „Weiberkram“ zum Frühlingsfest in die City.
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Erst am 20. September öffnen die Geschäfte in der City erneut, diesmal im Rahmen der Automesse „Lack und Chrom“. Dann werden wieder rund 300 Fahrzeuge in der Innenstadt präsentiert, gerechnet wird an dem Sonntag mit 50.000 Besuchern, die dann ebenfalls durch die Geschäfte bummeln können.
Verkaufsoffene Sonntage in Duisburg: zum Kürbisfest und Weihnachtsmarkt
Den Abschluss für die Innenstadt bilden zwei Termine gegen Jahresende: Das Kürbisfest am 25. Oktober macht den Anfang. Dann wird es wieder Streetfood, eine Bühne mit Musik und ein großes Kinderfest in der Innenstadt geben, die mit Kürbissen geschmückt ist. Dann folgen am 20. Dezember der Duisburger Weihnachtsmarkt und die Möglichkeit für einen Last-Minute-Geschenke-Bummel.

Dass die Sonntagsöffnungen in der Innenstadt stets von Veranstaltungen begleitet werden, ist kein Zufall. Laut dem Ladenöffnungsgesetz ist ein verkaufsoffener Sonntag nur zulässig, wenn ein sogenanntes öffentliches Interesse besteht. Dieses wird insbesondere dann begründet, wenn die Öffnung der Geschäfte im Zusammenspiel mit Festen, Märkten oder Messen steht. An einem verkaufsoffenen Sonntag dürfen Geschäfte ab 13 Uhr für maximal fünf Stunden geöffnet sein.
Gleich sieben verkaufsoffene Sonntage sind in den Nebenzentren der Stadtteile geplant, so beispielsweise zum Homberger Brunnenfest am 14. Juni oder zum Meidericher Martinsmarkt am 8. November.
Ein blinder Fleck ist der Duisburger Süden: Eigentlich sollte es 2025 erstmals das Stadtteilfest „Buchholz kommt raus“ geben, samt Öffnung der Geschäfte an der Münchener Straße. Doch die Veranstaltung wurde abgesagt, da eine Finanzierung nicht sichergestellt werden konnte. Für 2026 liegt kein neuer Antrag vor, somit wartet Buchholz seit 2016 weiter auf einen verkaufsoffenen Sonntag.

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Zu hohe Kosten: Beliebter Hollandmarkt fällt weg
Eine Hürde sind die hohen Kosten, die mit einer Veranstaltung im Stadtteil verbunden sind, erklärt Doris Lewitzky. Für einen notwendigen Sicherheitsdienst, die Erste Hilfe oder auch eine Bühne samt Technik müssen veranstaltende Werbe- und Interessengemeinschaften vier- bis fünfstellige Beträge aufbringen, erklärt die Geschäftsführerin des Handelsverbands Niederrhein weiter.
Die gestiegenen Kosten sind einer der Gründe, warum auch der beliebte Hollandmarkt in Homberg in diesem Jahr nicht mehr stattfindet und daher einer der verkaufsoffenen Sonntage im Westen wegfällt. Das Stadtteilfest hatte über Duisburgs Stadtgrenzen hinaus immer viele Menschen angelockt.

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Der Handelsverband Niederrhein sieht in den Sonntagsöffnungen eine Möglichkeit, die Vorzüge einer lebendigen Innenstadt sichtbar zu machen. Eine „gesunde und vitale Einzelhandelslandschaft“ stelle hierfür die entscheidende Grundlage.
Doris Lewitzky betont zudem, dass die Nähe zu den Einkaufsstandorten in den Niederlanden und die Konkurrenz durch den Online-Handel es erforderlich machen, sich aktiv diesem Wettbewerb zu stellen. Der verkaufsoffene Sonntag dient dabei als Schaufenster, um den Stadtbummel als Freizeitaktivität in den Fokus zu rücken.
Verkaufsoffene Sonntage: Rat der Stadt muss noch entscheiden
Die geplanten Sonntage mit Öffnungen der Geschäfte werden der Verwaltung und dem Rat in einem Entwurf vorgelegt. Formal entscheidet noch der Rat mit der Sitzung am 24. Februar über die Termine für 2026.
Als einziger Antragsberechtigter fungiert der Handelsverband Niederrhein. Dieser sammelt und koordiniert die einzelnen Anträge der Werberinge und stellt einen Gesamtantrag.







