„Das müsst ihr euch anschauen, kommt alle schnell raus und nehmt euer Handy mit“, schreibt eine Duisburgerin in der WhatsApp-Gruppe am Montagabend um 22.40 Uhr. „Der Himmel ist gigantisch.“

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Das Spektakel über dem Duisburger Nachthimmel halten an diesem Abend viele Menschen mit ihren Kameras fest. Aber sogar mit dem bloßen Auge waren die Polarlichter im Duisburger Süden gut zu erkennen – obwohl solche Erscheinungen in diesen Breitengraden fast nie vorkommen. Die Farbe des Himmels wechselte von hellem Grün zu leuchtendem Pink und Violett.
Duisburg in Lila und Grün: Polarlichter über der Stadt
Ein farbenfrohes Schauspiel, so beeindruckend, wie man es sonst nur aus Skandinavien kennt – beeindruckt die Duisburger. Unzählige Bilder gibt es in den sozialen Medien zu sehen. „Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte“, ist eine Rahmerin beeindruckt. „So etwas habe ich hier in Duisburg noch nicht gesehen.“

Aber nicht nur in Duisburg war das spektakuläre Farbenspiel zu sehen: Über vielen Teilen Deutschlands haben Polarlichter in der Nacht zu Dienstag (20. Januar) den Himmel erleuchtet. Verantwortlich dafür war ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen. „Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD.
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Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde. Sobald dieser Teilchenstrom auf das Magnetfeld der Erde trifft, kommt es in der Atmosphäre zum Himmelspektakel. Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD. „In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.“

















