Das Tierheim Duisburg hat an den eiskalten Weihnachtstagen eine schwierige Zeit erlebt: Ein Heizungsausfall in den ohnehin baufälligen Gebäuden sorgte dafür, dass die Hunde in ihren Zwingern im Außenbereich frieren mussten. Doch auf den verzweifelten Hilferuf hin erreicht das Tierheim jetzt eine riesige Welle der Solidarität.

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„Es ist positiv überwältigend“, sagt Anna Koltermann, die sich im Tierheim an der Lehmstraße in Neuenkamp um die Hunde kümmert. Sie steht am Montag in der Waschküche vor einem riesigen Berg aus Decken, Mänteln und Körbchen. Und dieser riesige Berg ist nur das Material, was tierliebe Menschen in wenigen Stunden im Tierheim abgeliefert haben. „Das Lager ist voll“, berichtet Koltermann.

Sie schildert unzählige Beispiele von selbstloser Hilfsbereitschaft: „Manche Menschen haben für hunderte Euro neue Sachen angeschafft, Kinder haben ihre Spardosen geplündert und manche haben in der Nachbarschaft gesammelt.“
Hunde frieren im Tierheim: Hilferuf geht viral
Die Videos der frierenden Hunde haben sich über die sozialen Netzwerke explosionsartig verbreitet und hunderttausende Menschen erreicht. Medien wie diese Tageszeitung haben das Problem und die Sorge um die Tiere aufgegriffen. Die Resonanz ist gewaltig: Hundemäntel, Decken, Futter und mobile Heizgeräte stapeln sich jetzt im Tierheim. Auch Zubehör für Katzen und andere Tiere wurde gespendet. Auf dem Gelände des Tierheims stehen zudem mehrere Einkaufswagen, die bis oben hin mit Futter beladen sind.
Manche Menschen haben für hunderte Euro neue Sachen angeschafft, Kinder haben ihre Spardosen geplündert und manche haben in der Nachbarschaft gesammelt.“
Anna Koltermann, Tierheim Duisburg

Viele Spender haben lange Wege auf sich genommen, um den frierenden Tieren zu helfen. Aber die Unterstützung ging über Sachspenden hinaus: Unternehmen haben unentgeltliche Hilfe angeboten, freiwillige Helfer haben ihre Unterstützung zugesagt, um zusätzliche Planen anzubringen und die Tiere vor Wind und Wetter zu schützen. Kinder malten Bilder, hunderte Menschen verschickten liebevolle Nachrichten und zeigten so ihre Anteilnahme.
Tierschutzzentrum kann sich im Notfall an die Feuerwehr wenden
„Diese enorme Solidarität bedeutet uns sehr viel“, so Koltermann. Zwar ist die Situation vor Ort weiterhin schwierig – das Tierheim kämpft mit maroden Gebäuden und einer veralteten Elektrik, doch aktuell läuft alles. Langfristig wird aber nur der Neubau eines Tierheims die Situation der Tiere deutlich verbessern. Positiv: Die zuständige Duisburger Infrastrukturgesellschaft (DIG) hat den Bauantrag für das neue geplante Tierheim in Asterlagen bei der Stadt eingereicht.
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Gemeinsam mit der Stadt Duisburg habe man zudem eine verlässliche Lösung für eisige Notfälle gefunden: Das Tierschutzzentrum kann sich direkt an die Feuerwehr wenden. Dennoch bleibt die Situation gerade im Winter und aufgrund der baulichen Situation herausfordernd, Futter und Geldspenden für die medizinische Versorgung der Tiere sind weiterhin hilfreich.







