Mit zwei großen Batteriespeichern wollen die Duisburger Stadtwerke die Energiewende voranbringen. Entstehen sollen die Anlagen an der Konzernzentrale an der Bungertstraße in Hochfeld und auf dem Hafengelände am Rhein-Kai-Nord.

Täglich (außer Samstag)
Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Kosten für die neuen Speicher belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Insgesamt haben sie eine Kapazität von 48 Megawattstunden – das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 15 bis 17 Haushalten. Wichtig: Die Speicher dienen nicht dazu, nur so wenig Haushalte zu versorgen, sondern sollen grüne Energie liefern, wenn nicht genug davon produziert wird. Es wird also regelmäßig Energie ins Netz geleitet und neue Energie gespeichert.
„Großbatterien liefern einen entscheidenden Beitrag für die Energiewende. Wir betrachten deshalb nicht nur die Seite der Energieerzeugung und modernisieren unseren Anlagenpark, sondern steigen mit zwei großen Projekten vor Ort in den Markt der Energiespeicher ein“, erklärt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Digitalisierung bei den Stadtwerken.
Auch interessant
Warum Energiespeicher für Duisburg unverzichtbar sind
Warum die Speicher einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten: Perspektivisch wird Strom zu über 90 Prozent aus Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen kommen. Das bedeutet, dass die Stromerzeugung künftig stärkere Schwankungen aufweist: Je nach Wind- und Sonnenverhältnissen erzeugen die Anlagen mal mehr, mal weniger Strom.
Die neuen Batteriespeicher können dann Strom speichern, wenn überschüssige Energie im Netz ist. Denn ist die Nachfrage nach Strom gering, müssen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen heruntergeregelt oder sogar abgeschaltet werden. Ihr Potenzial bleibe somit ungenutzt, teilen die Stadtwerke mit. In Zeiten geringer Stromerzeugung dienen die Speicher hingegen als Puffer und stabilisieren das System.
Lesen Sie auch
Energiespeicher sollen in wenigen Monaten fertig sein
Die Stadtwerke haben bereits begonnen, die Baufläche für die Aufstellung der ersten Großbatterie herzurichten. Der Bau soll nur wenige Monate in Anspruch nehmen, denn die insgesamt acht Batterie-Einheiten kommen montagefertig. Die Anlage entsteht da, wo einst die Steinkohle für das ehemalige Heizkraftwerk I lagerte.
„Wir haben den Kohleausstieg bereits 2018 vollzogen. Jetzt entstehen an diesem Standort schrittweise moderne und innovative Anlagen, mit denen wir die Energiewende vor Ort vorantreiben“, erläutert Gutschek.







