Mit dem neuen Duisburg-Newsletter schicken wir Ihnen jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg in Ihr Postfach – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps, Einblicken in die Redaktion. In jeder Donnerstagsausgabe des Newsletters gibt Redakteur Jonas Schlömer ausgewählte Veranstaltungstipps fürs Wochenende – und seinen Senf dazu. Hier können Sie den Duisburg-Newsletter als E-Mail unverbindlich bestellen. Im Folgenden lesen Sie die Veranstaltungstipps aus dem Newsletter für den 5. bis 7. Dezember:

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Da bin ich wieder! Und ach, ist das schön, wie nach Hause kommen, in diesen Ihren Donnerstags-Newsletter, nachdem ich jetzt zwei Donnerstage in Folge frei hatte. Ich verrate Ihnen mal was, wir sind ja unter uns: Ich hab Sie vermisst. Wirklich. Das ist keinesfalls ranschmeißerisch, damit Sie mir als Leser gewogen bleiben. Wirklich nicht.
Was ich auch vermisst habe: Ihnen fünf Veranstaltungstipps fürs Wochenende rauszusuchen, und diese Woche kann ich echt aus dem Vollen schöpfen. Die Weihnachtszeit bringt einen riesigen Schwung besinnlicher Veranstaltungen mit sich, wenn ich wollte, könnte ich Ihnen den ganzen Newsletter nur mit Weihnachten vollklatschen. Mach ich aber nicht. Und das, obwohl ich riesiger Weihnachtsfan bin (was auch damit zu tun hat, dass ich Heiligabend Geburtstag habe. Ich erwarte aber kein Geschenk von Ihnen, entspannen Sie sich).
Aber gerade deswegen bin ich sehr darauf bedacht, mich (und im Falle des Newsletters damit auch Sie) weihnachtlich nicht zu übersättigen. Nicht, dass wir uns mit Plätzchen den Wanst vollschlagen, bevor der Heiligabend-Kartoffelsalat überhaupt aufgetischt wird, um mal eine krampfige Metapher zu bemühen.
Deswegen ist unter den fünf Tipps heute nur ein Weihnachtstipp. Außerdem muss ich Ihnen noch etwas gestehen: Das wars schon wieder mit dem Donnerstag-Newsletter von mir in diesem Jahr. Die nächsten beiden Donnerstage habe ich nämlich Urlaub. Ich weiß, ich weiß, ich hab‘ ein Leben. Fast wie Lehrer. (Ich habe zwei Lehrereltern, ich darf den Gag machen.) In diesem Sinne wünsche ich Ihnen jedenfalls nicht nur ein schönes Wochenende, sondern direkt auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Wir lesen uns im Neujahrs-Newsletter wieder. Da hab‘ ich nämlich Dienst. Sehen Sie, ich hab nicht immer nur frei.
Kunstmarkt 25: Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit. Das sagt man gerne so, aber dieses Mantra dann in Taten umzuwandeln, ist ein anderes Kaliber. Aber zum Glück gibt es ja die Cubus-Kunsthalle im Kantpark, die leistet ab Freitag und noch bis zum 18. Januar nämlich Schützenhilfe beim ewigen Vorsatz, die eigene Bude doch mal mit richtiger Kunst zu dekorieren statt mit diesem doofen New-York-Bild von Ikea, das in jeder zweiten Mietwohnung hängt, gleich neben dem „Live, Laugh, Love“-Wandtattoo.
Der Kunstmarkt startet wieder, und die Werke der über 70 Künstler aus Duisburg und Umgebung können gegen Barzahlung direkt mitgenommen werden. Die Malereien, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Plastiken beginnen preislich bei 50 Euro, maximal kosten sie 500 Euro.
Unbekanntes Unbehagen: „Escaperooms“ sind ein Dauerbrenner, aber der hier ist anders. Kann man sich schon denken, wenn man mal guckt, WO der Escaperoom aufgebaut ist: in den Räumen der Kindernothilfe am Sittardsberg nämlich. Das Grundprinzip ist das gleiche wie überall, unter Zeitdruck Rätsel knacken – hier allerdings nicht um zu entkommen, sondern um bleiben zu dürfen. Denn die Spieler ab 16 Jahren verschlägt es 60 Minuten lang nach „Fremdistan“, wo alles, naja, fremd ist: Sprache und Zeichen, Normen und Gesetze, sogar Gerüche und Geräusche.
Nur wenn die Spieler es schaffen, sich in dieser gänzlich neuen Welt zurechtzufinden, dürfen sie bleiben und müssen nicht zurück in das Grauen, aus dem sie geflohen sind. Die Metapher dahinter muss ich ja wohl hoffentlich nicht erklären. Die Teilnahme ist kostenlos, Gruppen zwischen drei und sieben Personen können hier einen Zeitslot buchen.
Bruce Springsteen: Nein, der Boss spielt kein Konzert in Duisburg. Glauben Sie mir, das würde ich nicht mit einem Newsletter-Abschnitt abfrühstücken. Aber am Nikolaus-Samstag läuft um 20.30 Uhr „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ im Filmforum am Dellplatz, und das ist auch was wert.

Das Biopic mit Jeremy Allen White („The Bear“) in der Hauptrolle beschäftigt sich nämlich mit der Schöpfungsgeschichte des Springsteen-Albums „Nebraska“, ruhig, dunkel, mysteriös, auf der Suche nach dem, wonach der Boss auf der Suche war, als er das Album ganz allein in seinem Schlafzimmer aufnahm. Eine klare Empfehlung für alle, die auch nur ein bisschen für Musik übrig haben, eine Empfehlung ausdrücklich nicht nur für Springsteen-Fans. Ein Ticket kostet 9,90 Euro, Karten gibt es hier.
Tag der offenen Tür im Rathaus: Ich bin ja beruflich öfter mal im Rathaus, um mich in den Kulturausschuss zu setzen oder bei Pressekonferenzen berieseln zu lassen. Seit ich das mache, weiß ich: Auch an Duisburgs erster Adresse wird nur mit Wasser gekocht. Und das Produkt dann auch nie so heiß gegessen, wie es vorher gekocht wurde. War aber nicht immer so. Ich erinnere mich an die Zeit vor dem Journalismus, da war das Rathaus für mich ein unergründliches, schwarzes Loch. Von da werden die Geschicke meiner Heimat gelenkt? Kaum vorstellbar.
Wenn es Ihnen ähnlich geht, empfehle ich den Tag der offenen Tür am Samstag von 13 bis 17 Uhr. Es gibt Musik, Waffeln und so weiter, Sie kennen den Drill. Vor allem aber kann man sich diese mystischen Hallen angucken und sie ergründen. Und so das Abstraktum Rathaus und Stadtverwaltung mit Inhalt füllen.

Adventssingen vor dem Theater: Ich bin ja sehr oft ein sehr zynischer Sack. Das weiß ich, ich gefalle mir auch so, bin ich ehrlich. Aber am vergangenen Sonntag haben mir die Bläser von Kopernikus Brass und die Kantorei der Salvatorkirche jeglichen Zynismus aus dem Körper musiziert. Es stand nämlich das Adventliedersingen in der Salvatorkirche an, und das war ganz ehrlich, unumwunden, ohne jegliches Fünkchen Ironie, Sarkasmus oder Zynismus: einfach schön.
Kaum etwas vermag mich so mit Wärme zu füllen wie Musik, ganz besonders eben Weihnachtslieder, und ich bin mir sicher, dass es Ihnen ähnlich geht. Deswegen rate ich Ihnen dringend, am Sonntag um 17 Uhr vor das Stadttheater zu wackeln. Dort steigt dann das Adventssingen des Theaters, inklusive des Kinderchors am Rhein, Gästen aus dem Opernensemble, Keksen und Kinderpunsch. Wenn der Geist der Weihnacht bei Ihnen dieses Jahr Startschwierigkeiten haben sollte: Gehen Sie hin, danach können Sie sich vor Besinnlichkeit gar nicht mehr retten.





