Stöhnende Massen schlurfen mit Schlagseite an Bretterbuden entlang, in der Luft hängt ein süßlicher Duft, hungrige Mäuler schlagen ihre Zähne in rosiges Fleisch. Könnte die Zombie-Apokalypse sein. Ist aber der Duisburger Weihnachtsmarkt. Der finale Aufschlag also des Duisburger Veranstaltungskalenders in diesem Jahr. Grund genug, schonmal einen Blick auf die Großveranstaltungen 2026 zu werfen. Von Musikfestivals über Sport-Events bis zu Saufgelagen ist alles dabei – übrigens auch eine Zombie-Apokalypse.

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Das Event-Jahr 2026 beginnt mit zwei Messen im Landschaftspark: Vom 9. bis zum 11. Januar präsentieren 70 Aussteller alles, was man zum Angeln braucht – und auch zum Fliegenfischen, denn „am großen Wurfpool trifft man sich“, sagt der Veranstalter der Angelmesse Duisburg. Weniger glitschig kommt die „NiederrheinKreativ-Messe“ vom 6. bis zum 8. Februar daher, hier geht es um alles rund ums Basteln, um Handarbeit und kreatives Gestalten.
Veranstaltungsüberblick: Im Frühjahr 2026 kommen echte Hollywoodstars nach Duisburg
Nahrung für den Geist gibt es vom 27. Februar bis zum 22. März, beim Duisburger Kulturfestival „Akzente“. Das diesjährige Motto lautet „Begegnungen – Was uns trennt, was uns verbindet“. Welche Konzerte, Theaterstücke, Ausstellungen genau über die Bühnen gehen, wird im Januar enthüllt.
Nahrung für den Körper indes liefert das „Street Food and Music“-Festival vom 10. bis zum 12. April in der Innenstadt. Neben merkwürdigen Foodtrends, zubereitet von zutätowierten Man-Bun-Trägern mit schwarzen Handschuhen, gibt es auf der Bühne auch Lalla. Wer im April nicht kann: Das Festival kommt vom 16. bis zum 18. Oktober nochmal in die Innenstadt.

Und jetzt zu besagter Apokalypse: Am 18. und 19. April kommt echter Hollywood-Glamour in den Landschaftspark, und zwar ohne Ironie und Sarkasmus. „The Walker Stalker Germany“ bringt 21 Stars aus dem Zombie-, 90s- und Action-Genre in die Kraftzentrale.
Die prominentesten unter ihnen wurden durch „The Walking Dead“ bekannt, so zum Beispiel Chandler Riggs (Carl Grimes), Pollyanna McIntosh (Jadis Stokes) und Michael Rooker (Merle Dixon, auch „Yondu“ in „Guardians of the Galaxy“). Mit dabei sind aber auch Tia Carrere (Wayne‘s World), David Morrissey („Der Gouverneur“ in Walking Dead, Doctor Who) und Corin Nemec (Stargate). Wer mag, kann sich im Landschaftspark Autogramme und sogar Fotos mit den Stars organisieren – das kostet allerdings. Michael Rooker zum Beispiel nimmt für ein Autogramm 70 Euro, für eine Fotosession 90 Euro.
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Wie ein Beißer aus Walking Dead sieht man mutmaßlich auch aus, wenn man den „Mammutmarsch“ am 25. April mit Start im Landschaftspark hinter sich gebracht hat.
Deutlich entspannter wird es einen Tag später, am 26. April in der Innenstadt. Dort steigt das Frühlingsfest, bei Kunst, Kultur, Kulinarik und schönen Blümchen kann man sich wunderbar von dem ganzen Gelatsche erholen.
Große Klaviermusik – auch in Duisburg
Am 7. Mai beginnt das Klavier-Festival Ruhr, auch in Duisburg. Also mutmaßlich, denn bisher gibt es nur einen kleinen Auszug aus dem Programm, die Stadt an Rhein und Ruhr ist noch nicht als Spielort vertreten. Duisburger Klavierfans sollten sich aber keine Sorgen machen: Mercatorhalle und Gebläsehalle waren in den vergangenen Jahren als Spielorte gesetzt.

Am Kultur- und Stadthistorischen Museum steigt nach der Premiere am Ostersonntag (5. April) am 10. Mai der zweite Marinamarkt der Saison und lockt mit der so bekannten wie betörenden Mischung aus Kunsthandwerker-Tinnef, Kram für den Garten und Fressbuden. Das klingt in jedem Fall entspannter, als 42 Kilometer zu rennen. Wobei man am 10. Mai die Wahl hat, der 43. Rhein-Ruhr-Marathon wälzt sich nämlich am selben Tag durch die Stadt. Wer sich nicht totlaufen will, kann sich natürlich trotzdem an den Streckenrand stellen und das Wohlgefühl genießen, keiner der Läufer sein zu müssen (und sich bei einer Samba-Band einen Hörsturz abholen).
Wollüstig wird es am 16. und 17. Mai, dann ist die Wollmesse „Kielgeholt“ in der Gebläsehalle des Landschaftsparks zu Gast. Im Industriedenkmal steigt vom 22. bis zum 25. Mai auch das Street Food Festival, wie in der Innenstadt mit hippen Foodtrends, dafür aber ohne Lalla. Und schon wieder der Landschaftspark, diesmal am 30. Mai als Start und Ziel der Stahl-Fahrradtour „Duisburg Steel“.
Festival, Industriekultur und Schlabberfisch
Das Ruhrorter Weinfest gibt es natürlich auch wieder – offiziell allerdings noch ohne Datum. Die Internetseite eines Weinguts gibt aber wohl schon Aufschluss: Vom 2. bis zum 7. Juni wird sich auf der Mühlenweide wieder standesgemäß die Rinne verzinkt.
Maritim bleibt es vom 4. bis zum 7. Juni in der Innenstadt, dann aber eher sauer als alkoholisch, nicht lang schnacken, Kopp in Nacken: Das Matjesfest lockt mit salzigem Schlabberfisch (und wenn man Pech hat, auch mit einem Hitzschlag).

Zum Verzehr ist der Fisch aus dem Innenhafenbecken wahrscheinlich nicht geeignet, dafür kann man da schön Bötchen fahren. Drachenboot, um genau zu sein, die beliebte „Fun Regatta“ mit ihren verschiedenen Startklassen steigt vom 12. bis zum 14. Juni.
Auf den Fuß folgt Duisburgs möglicherweise strahlendstes Kultur-Leuchtfeuer: das Traumzeit-Festival vom 19. bis zum 21. Juni. Schon bestätigt sind, unter anderem, „International Music“ und „Brigitte Calls Me Baby“.

Der Landschaftspark kommt auch am folgenden Wochenende nicht zur Ruhe, am 27. Juni steht mit der Extraschicht nämlich die lange Nacht der Industriekultur an – selbstredend nicht nur im Landschaftspark, aber da passt sie einfach am besten hin. Wie einst die Malocher am Hochofen können sich die Damen der Schöpfung, ebenfalls am 27. Juni, beim „Muddy Angel Run“ einsauen – ganz ohne Angst vor giftigen Schwermetallen.
„Geheimer“ Weinfest-Termin
Vergiftungen gibt es bei der Beecker Kirmes höchstens alkoholischer Art, da muss man ein bisschen aufpassen. Wenn man das tut, kann man vom 3. bis zum 7. Juli aber eine Menge Spaß haben. Auf dem Sommermarkt im Landschaftspark vom 17. bis zum 19. Juli auch, allerdings dann weniger mit Zuckerwatte, Bier und Karussell (gefährliche Mischung, magentechnisch) und mehr im Bereich Kunsthandwerk.

Das Weinfest in der Innenstadt lockt mit edlen Tropfen und (mutmaßlich) Partys für junges Publikum vom 30. Juli bis zum 2. August. Der Ironman 70.3 geht am 16. August auf die Strecke (und aufs Wasser, und aufs Fahrrad).
In den Sternen steht derweil noch das Datum des Ruhrorter Hafenfests, doch die Facebook-Seite „Kirmeskalender NRW“ glaubt, die Daten schon zu kennen: Tragen Sie sich die Tage vom 21. bis zum 24. August schonmal in den Kalender ein – aber mit Bleistift, muss man vielleicht nochmal wegradieren.
Einige Veranstaltungshighlights haben noch keinen Termin
Im Oktober ist die nächste Badesaison maximal weit weg, das trifft sich ganz wunderbar mit dem Street Food Festival im Landschaftspark. Vom 2. bis zum 4. Oktober kann man also maximal reinspachteln, ohne auf die Bikinifigur achten zu müssen, das nächste halbe Jahr trägt man ja sowieso nur Oversized-Pullis.
Oder aber man trainiert sich die internationalen Köstlichkeiten am Ort ihres Verschlingens direkt wieder ab, am 31. Oktober beim Halloween Run im Landschaftspark nämlich. Ebenda markiert der Lichtermarkt vom 27. bis 29. November den ersten Advent und den Start in die Weihnachtszeit – über den traditionellen Weltrekordversuch kann man momentan nur mutmaßen, möglicherweise wird es der weltgrößte Eiffelturm aus Büroklammern, der jemals in einem Hüttenwerk stand.
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Womit wir bei den wichtigen Ereignissen des Duisburger Veranstaltungskalenders angekommen wären, deren Termine aber noch so geheim sind, dass nichtmal ein übermotiviertes Weingut helfen kann. „Jazz auf‘m Plazz“ wird den König-Heinrich-Platz wieder in zauberhafte Klänge hüllen, wahrscheinlich auch wieder in Verbindung mit der „Spätschicht“ in der Innenstadt.
Das Stadtwerke-Sommerkino wird den Landschaftspark zum Cannes des Ruhrgebiets machen, das Stadtfest die Innenstadt zum Ballermann 6, Lack und Chrom seine geschwungenen Kurven in der City zur Schau stellen. Und dann wird ab Mitte November 2026 wieder geschlurft in der Duisburger Innenstadt, so wie jetzt gerade auch. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Glühwein zu Glühwein.






