Der Zoo Duisburg setzt den Bau einer neuen Anlage für die Seelöwen um. Für fast sechs Millionen Euro bekommen die Tiere, wie berichtet, einen neuen und deutlich größeren Lebensraum. Das marode Becken aus den 60er Jahren wird abgerissen. Während der Tierpark über die jüngsten Schritte informiert, offenbart eine Ausschreibung das weitere Vorgehen.

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Für den Fortschritt des Bauprojekts sucht der Tierpark aktuell ein Unternehmen, das Verglasungsarbeiten durchführt. Wie Skizzen zeigen, sollen Besucher die Tiere zukünftig durch mehrere große Scheiben bei Tauchgängen beobachten können. Das Becken wird bis zu drei Meter tief sein. Zum Vergleich: die bislang tiefste Stelle liegt bei 1,60 Meter. Neben Wasserarealen sind auch Landzonen mit Sandflächen und Felsen geplant. Auch eine Zuschauertribüne wird entstehen.
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Nach der Fertigstellung füllen rund 1,3 Millionen Liter Salzwasser die Becken der kalifornischen Seelöwen – in dem maroden Bassin aus den 60er Jahren sind es bislang 250.000 Liter Wasser. Mit dem langersehnten Umbau wird die Haltung – anders als jetzt – auch den Mindestanforderungen im Säugetiergutachten entsprechen.
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Zoo Duisburg: Neue Tierwelt bekommt komplexe Filteranlage
Für die Aufbereitung des Wassers sorgt zukünftig eine komplexe Filteranlage. Die ersten Teile sind jetzt im Zoo Duisburg angekommen und werden verbaut. Unter Beteiligung eines Baukrans schwebten mehrere große Komponenten der künftigen Filtration in das neu gebaute Technikgebäude. 1,7 Tonnen zeigte die integrierte Waage des Krans an, als der erste von insgesamt zwei Trommelfiltern Zentimeter für Zentimeter in die Höhe gezogen wurde.
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Die sich drehenden Siebelemente innerhalb der Trommelfilter reinigen künftig größere Partikel aus dem Wasser. Neben den Trommelfiltern lieferten mehrere Sattelschlepper weitere Komponenten der Filtration an. Durch das Zusammenspiel der einzelnen Baueinheiten wird das Salzwasser künftig permanent biologisch wie mechanisch aufbereitet, erklärt der Tierpark.
Dabei bedient sich das Zoo-Team auch der Schwerkraft: Ohne die Hilfe von Pumpen fließt das Wasser über ein spezielles Rinnensystem permanent aus den Tieranlagen und passiert einzelne Filterstufen, bevor es in einem unterirdischen Reservoir gesammelt wird. Erst anschließend fördern Pumpstationen das Wasser zurück in die Becken. Bemerkenswert: Alle zwei Stunden werden die 1,3 Millionen Liter Salzwasser den Filter durchlaufen.
Neue Seelöwenbecken im Zoo Duisburg: Diese Schritte folgen noch
Innerhalb der nächsten Wochen werden die Filterkomponenten Stück für Stück miteinander verrohrt. Parallel finden weitere Arbeiten statt, erklärt der Tierpark. Hierzu gehören Beton- sowie Rohrarbeiten am ersten von künftig zwei Hauptbecken, die Installation der Gebäudeleittechnik im Multifunktionsgebäude sowie Elektroarbeiten.

Ist das erste Hauptbecken neben der alten Anlage errichtet, erfolgt der Abriss des maroden Beckens. An dieser Stelle wird dann das zweite Becken gebaut. Wegen der Aufteilung in zwei Bauabschnitte müssen die Tiere nicht temporär in einen anderen Zoo umziehen.
Die Areale werden dann im letzten Schritt miteinander verbunden. Über ein Schott wird es zudem möglich sein, die Becken temporär zu trennen, etwa für eine Reinigung. Insgesamt 1000 Quadratmeter wird das neue Seelöwen-Areal umfassen. Die Fläche für die Tiere soll sich mehr als verdoppeln, heißt es. Der Tierpark rechnet in Abhängigkeit des Baufortschrittes sowie der Verfügbarkeit von Baumaterialien mit einer Fertigstellung in den nächsten zwei Jahren.








