Duisburg wird zur Dietzburg! Insgesamt fünf entsprechende Ortseingangsschilder zieren seit Freitag, 7. November, die Straßen rund die Schauinsland-Arena. Sie befinden sich am Stadion selbst, an beiden A59-Abfahrten in Wanheimerort sowie an der Uhlenhorststraße und Bissingheimer Straße. Der Grund: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Bernard Dietz, MSV-Legende und Kapitän der Europameister-Elf von 1980, auf seinem Bundestag in Frankfurt zum DFB-Ehrenspielführer ernannt.

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Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link hatte bei der Nominierung im Mai versprochen, Duisburg zu „Dietzburg“ zu machen, falls Dietz die Ehrung erhält. Nun wurde die Idee auf Initiative des OB und des MSV umgesetzt. Dietz, der von 1970 bis 1982 für die „Zebras“ kickte, freut sich darüber sehr. „Das ist eine schöne Bestätigung für die tolle Zeit, die ich beim MSV hatte“, sagte der 77-Jährige im Gespräch mit der Redaktion. „Der MSV ist mein Leben.“
Duisburg wird zur Dietzburg: Besondere Schilderaktion für MSV-Legende
Zuvor hatte er in Frankfurt im Beisein seiner Frau Petra und des MSV-Präsidenten Christian Stiefelhagen mit den Tränen gekämpft. Als siebter Ehrenspielführer und Erster aus dem Ruhrpott mal in einer Reihe mit Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann und Philipp Lahm zu stehen – damit hatte Dietz nicht gerechnet. Laudator Klinsmann nannte die Ehrung „längst, längst überfällig“. Dietz, bescheiden wie immer, hatte sich nach eigenen Angaben darüber „nie Gedanken gemacht, aber es ist eine große Wertschätzung“.

Der Vorzeige-Verteidiger debütierte im Dezember 1974 im DFB-Dress und bestritt bis 1981 insgesamt 53 Länderspiele. Er erinnere sich immer wieder gerne an die Zeit bei der Nationalmannschaft zurück. „Mit dem MSV habe ich zwar 1979 das Halbfinale im UEFA-Pokal erreicht, aber in der Bundesliga oft gegen den Abstieg gespielt. Die nötige Stärke, da seinen Mann zu stehen, habe ich mir immer bei der Nationalmannschaft mit vielen Topspielern geholt“, so Dietz – mit der Krönung 1980, als er als Kapitän den EM-Pokal in die Höhe recken durfte.





