Wenn Igal Avidan am Freitag, 24. Oktober, um 19 Uhr in der Schul- und Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd liest, hat er eigentlich gute Nachrichten im Gepäck. Denn der israelische Autor und Journalist bringt Reportagen aus seinem Buch „...und es wurde Licht“ mit nach Duisburg-Großenbaum – und die erzählen von erfolgreichem, jüdisch-arabischen Zusammenleben in Israel.

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Mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage kann man sich aber schon denken, dass so eine Lesung ordentlich Zündstoff für Konflikte bietet, auch wenn es inhaltlich um das genaue Gegenteil geht. Zu tief sind mancherorts die Gräben, zu groß der Hass. Das weiß auch die Duisburger Polizei, und bereitet sich entsprechend auf den Abend vor. „Wir haben die Lesung – vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage – auf dem Schirm“, erklärt die Pressestelle der Polizei auf Anfrage. „Die Kollegen des Wach- und Wechseldienstes sind sensibilisiert und vorbereitet. Am Veranstaltungstag werden sie den Bereich rund um den Veranstaltungsort situationsabhängig bestreifen.“

Israelischer Autor liest in Duisburg: Eintritt ist frei

Igal Avidan wurde 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und später in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet er in Berlin als Reporter für israelische und deutsche Zeitungen und Radiosender, in seinen drei bisher erschienenen Büchern beschäftigt er sich mit seiner Heimat („Israel. Ein Staat sucht sich selbst“, 2008), mit arabisch-jüdischer Freundschaft („Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“, 2017) und eben mit dem jüdisch-arabischen Zusammenleben („...und es wurde Licht! Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel“, 2023).

Die Lesung am 24. Oktober beginnt um 19 Uhr in der Schul- und Stadtteilbibliothek der Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168-174. Der Eintritt ist frei.