Mit einem massiven Großaufgebot hat die Polizei in Duisburg das Hochrisikospiel zwischen dem MSV und Hansa Rostock am Freitagabend begleitet. 4000 Fans aus dem berüchtigten Rostocker Fanlager reisten für die Partie ins Ruhrgebiet. Nach dem Spiel, am Freitagabend gegen 21.30 Uhr, zog die Polizei eine erste Bilanz. Es habe „keine besonderen Vorkommnisse“ gegeben, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Redaktion.
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Über den Nachmittag hatte die Zahl der Einsatzkräfte rund um die Duisburger Schauinslandreisen-Arena immer mehr zugenommen. Eine strikte Trennlinie zwischen den beiden Fanlagern war auf Höhe des Leichtathletikstadions eingerichtet worden. Auf diese Weise sollten die Rostocker Anhänger vom Bahnhof Schlenk über die Friedrich-Alfred-Allee und die Bertaallee zum Gästeeingang geführt werden.
Dort war eine sogenannte Vereinzelungsanlage aufgebaut. Sie sollte den Zufluss in den Eingangsbereich regulieren und eine umfangreiche Kontrolle auf verbotene Gegenstände möglich machen.
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Am Freitagabend, 18.20 Uhr, war die Lage rund um das Stadion vergleichsweise ruhig. Viele Autos mit Rostocker Kennzeichen parkten an den Sana-Kliniken und beim Club Raffelberg, diese Parkplätze hatte die Polizei zwischenzeitlich gesperrt. Auf dem Kalkweg liefen Zebras und Hansa-Fans gemeinsam zum Stadion, die Polizei begleitete einen Fan-Bus mit polnischem Kennzeichen zum Parkplatz.
MSV Duisburg gegen Hansa Rostock: Zerstörungswut der Gäste ist gefürchtet

Das Polizeiaufgebot hielt die Schlachtenbummler von der Ostsee auch im Stadion genau im Auge. Denn: Die Rostocker sind wegen ihrer gewaltbereiten Gruppierungen bekannt. Die Zerstörungswut der Hansa-Fans ist gefürchtet. In Aachen rissen sie Hunderte Sitzschalen heraus. Im Stadion des SC Paderborn verursachten sie einen Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Der Geschäftsführer des SCP beschrieb die Situation später als „Krieg“.

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Auch in Duisburg flog deswegen während des Spiels immer wieder eine Drohne über das Stadion. Auf dem Parkplatz vor der Arena waren Gitter aufgebaut, die den direkten Zugang zum Parkplatz versperrten.
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Die mit 27.500 Zuschauern ausverkaufte Partie in der Schauinslandreisen-Arena war um 19 Uhr pünktlich angepfiffen worden. Nach 90 Minuten stand es 2:2. Beim Einlaufen der Mannschaften wurde im Duisburger Fanblock massiv Pyrotechnik gezündet. Während des Spiels gab es mehrere Durchsagen, um Fans davon abzuhalten, Spieler mit Laserpointern zu blenden.
>> MSV gegen Hansa: Polizei drohte mit Strafanzeigen

- Die Polizei hatte allen Fußballfans am Freitag dringend zu einer frühzeitigen Anreise geraten.
- Im Bereich ums Stadion galt seit Freitagmittag und bis zum frühen Samstagmorgen ein Glasverbot.
- Halteverbote hatte die Stadt unter anderem Im Schlenk, am Kalkweg, der Sternstraße und der Friedrich-Alfred-Allee eingerichtet.
- Eindringlich wiesen die Sicherheitsbehörden darauf hin, dass das Abbrennen von Pyrotechnik verboten sei und zu bundesweiten Stadionverboten führe.
- Personen mit bundesweitem oder örtlichem Stadionverbot durften sich vor und während des Spiels nicht in der Schauinsland-Reisen-Arena aufhalten. Die Polizei drohte mit Strafanzeigen.






