Es gibt traurige Nachrichten aus dem Zoo Duisburg: Unerwartet und plötzlich müssen sich Pfleger und Besucher von einem kleinen Wombat verabschieden. Das Jungtier war erst im Dezember zur Welt gekommen, erst Mitte Juli hatte der Nachwuchs den schützenden Beutel von Mutter Hope verlassen.

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Erst zu diesem Zeitpunkt war das Jungtier für die Mitarbeitenden des Zoos in Gänze zu sehen und zugänglich. Bereits hier sei auffällig gewesen, dass das Jungtier kleiner als erwartet und außerdem wackelig auf den Beinen war, erklärt der Zoo Duisburg in sozialen Netzwerken. Im Rahmen der eingeleiteten tiermedizinischen Maßnahmen wurde der Nachwuchs unter anderem mit kreislaufstabilisierenden Medikamenten versorgt und engmaschig überwacht. Dennoch verschlechterte sich der Gesundheitszustand binnen weniger Stunden, berichtet der Zoo.

Bereits Mitte Juli sei das Jungtier verstorben. „Die Freude über den kleinen Wombat war groß, umso schwerer ist es nun, mit diesem Schicksalsschlag umzugehen. Das ganze Team ist tief betroffen“, sagt Oliver Mojecki, zoologischer Leiter in Duisburg.

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Zoo Duisburg: Wombat-Nachwuchs stirbt – Ergebnisse der Untersuchung

Mittlerweile liegt das Ergebnis der extern durchgeführten pathologischen Untersuchung vor: „Das Jungtier hatte ein akutes und fortgeschrittenes Entzündungsgeschehen mit einhergehender Veränderung der Lymphknoten, was sich in Summe auf das Immunsystem ausgewirkt hat“, zitiert der Zoo Duisburg. Trotz aller eingeleiteten Sofortmaßnahmen habe es keine Heilungschance gegeben. „Wir haben es mit einem klinischen Bild zu tun, bei der wir trotz aller Maßnahmen leider chancenlos gewesen sind“, sagen die behandelnden Tierärzte des Zoos.

Die Aufzucht von Wombats ist kompliziert und läuft in den ersten sechs Lebensmonaten im Verborgenen ab. Im schützenden Beutel der Mutter wächst das Jungtier nahezu unbemerkt heran. Dabei halten sich die Tiere in ihren unterirdischen Bauten auf, sodass die Pfleger in dieser Zeit keinen Zugriff auf das Jungtier haben.

Für Weibchen Hope (5) und Männchen Apari (7), der von seiner Mutter verstoßen und von Pflegern aufgezogen wurde, war es der bislang zweite Nachwuchs. Seit 1967 leben die australischen Beuteltiere in Duisburg, seitdem ist jede Geburt für den Tierpark eine Besonderheit: In der mehr als ein halbes Jahrhundert langen Haltungsgeschichte gelang die Aufzucht der Beuteltiere bisher nur sechs Mal.

 Mutter Hope mit Jungtier Nandalie. Das Foto ist im September 2023 entstanden. Es war ihr erster Nachwuchs am Kaiserberg. (Archivfoto)
 Mutter Hope mit Jungtier Nandalie. Das Foto ist im September 2023 entstanden. Es war ihr erster Nachwuchs am Kaiserberg. (Archivfoto) © Zoo Duisburg | Mathias Appel