Wegen erpresserischen Menschenraubes ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg seit Oktober letzten Jahres. Jetzt gab es offenbar einen Grund zum Handeln: Am frühen Donnerstagmorgen hat die Polizei drei Häuser im Duisburger Norden durchsucht. Dabei rückte sie mit großem Besteck an: Neben Einsatzkräften der Duisburger Hundertschaft waren auch ein Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Polizei Wuppertal und zivile Beamtinnen und Beamte beteiligt.

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Die Polizei hatte bei der Durchsetzung des Durchsuchungsbeschlusses drei Tatverdächtige im Auge, die zwischen 24 und 39 Jahre alt sein sollen. Im Fokus standen die Stadtteile Marxloh und Meiderich. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollen sie einen Clanbezug haben.
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Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt wegen erpresserischem Menschenraub
Festnahmen gab es nicht, lediglich ein 26-Jähriger wurde mitgenommen und im Polizeipräsidium erkennungsdienstlich behandelt, danach aber wieder entlassen. Verletzt wurde niemand, aber durch das zeitgleiche Eindringen in die Wohnobjekte entstand laut Polizei geringer Sachschaden.
Bei dem Einsatz wurden zwei Messer gefunden, außerdem wurden fünf Handys sichergestellt. Presse-Staatsanwalt Felix Bachmann betont, dass man genau darauf gesetzt habe, weil darin für die Ermittler wichtige Hinweise stecken können. Die Auswertung der Mobiltelefone werde noch dauern.
Weitere Details wollten Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben. Damit ist auch weiterhin offen, was bei der Ausgangstat im Oktober passiert ist, wer da wen und warum festgehalten hat.




