Markus Krebs ist einer der großen Spaßmacher der Nation. Doch der Comedian aus Duisburg kann auch ernste Töne angeschlagen. In der Vergangenheit hatte der 55-Jährige immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zuletzt setzte ihn im März 2025 eine hartnäckige Kehlkopfentzündung wochenlang außer Gefecht. Die Stimme war plötzlich weg. Vor allem aber sorgte seine Diabetes-Erkrankung dafür, dass er Auftritte abbrechen musste. Darüber hat Markus Krebs jetzt im Interview mit der Redaktion sehr offen gesprochen.
Markus, wann wurde Diabetes bei Dir diagnostiziert?
Das war vor ein paar Jahren. Ich bin familiär vorbelastet. Meine Oma, meine Mutter und ein Bruder haben auch Diabetes. Ich bin Typ 2. Da reichen bei vielen Tabletten. Ich spritze mir morgens aber erst einmal Insulin, das für den gesamten Tag helfen soll. Dann messe ich am Tag mehrmals meine Blutzuckerwerte und nehme je nach Bedarf noch Tabletten.
Markus Krebs: Diabetes hat sein Leben komplett verändert
Wie bist du mit der Diagnose umgegangen?
Ich konnte das schnell akzeptieren, aber ich musste mich auf die neue Situation einstellen – und einschränken. Diabetes hat mein Leben schon komplett verändert.
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Wie schwierig ist es, als Diabetiker auf Tour zu gehen?
Bewegung ist wichtig. Ich versuche, so oft es möglich ist, spazieren zu gehen. Aber das ist auf Tour nicht immer so einfach. Und dann musst du natürlich bei der Ernährung aufpassen. Zucker ist das eine, aber vor allem darfst du nicht zu viele Kohlehydrate zu dir nehmen. Ich habe früher auf nix geachtet, mal ein paar mehr Kilos gehabt und zum Beispiel gerne ein Eis gegessen. Das lasse ich jetzt weg. Wichtig ist auch, regelmäßig zu essen. Auf Tour vergesse ich das bei dem ganzen Stress manchmal komplett. Das ist nicht gut...
2018 von der Bühne ins Krankenhaus
...und dann wird‘s auf der Bühne manchmal schwierig.
Nicht nur da. Meine Hochzeit mit Jacky musste ich vor zwei Jahren wegen der Diabetes-Probleme auch verschieben. Bei meinen Auftritten habe ich immer Traubenzucker in der Hosentasche, falls ich in die Unterzuckerung komme. Und trotzdem ging in der Vergangenheit manchmal einfach nichts mehr. Ich werde blass, bekomme kalten Schweiß und kann mich oft gar nicht mehr richtig bewegen. Besonders krass war es 2018 in Frankfurt, als ich auf der Bühne einfach nach vorne gekippt bin und ins Krankenhaus gebracht werden musste.
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Einige Fans hatten zuletzt in den sozialen Medien ihren Unmut über die Absagen oder abgebrochenen Auftritte immer deutlicher formuliert. Wie gehst du damit um?
Ich versuche, das alles nicht an mich heranzulassen. Ich will ja auf der Bühne stehen, Vollgas geben und den Job so lange, wie möglich machen. Das ist das, was ich liebe und dafür gebe ich mein Bestes.
Comedian spricht über Alkohol im Showgeschäft
Was heißt das konkret?
Ich achte noch stärker auf mich und trinke zum Beispiel seit einem Jahr kein Alkohol mehr – auch auf meiner aktuellen Biergartentour. Ich habe früher gerne mal ein paar Bier getrunken. Aber ich wollte bei meinen Auftritten die Kontrolle wieder haben und nicht überlegen müssen, ob ich einen Gag jetzt das zweite Mal erzähle. Ich trinke nur noch alkoholfreies Bier. Das akzeptiert leider nicht jeder. Deshalb meide ich privat mittlerweile Karneval und andere Großveranstaltungen.
Welche Rolle spielt Alkohol im Showgeschäft?
Ich hab bei Kollegen erlebt, was Alkohol mit ihnen gemacht hat und wollte da selbst auf keinen Fall reinrutschen. Mir geht‘s aktuell sehr gut.
Alle Infos zu den Tourdaten von Markus Krebs gibt es auf markuskrebs.com




