Es ist wieder da: Nach gut drei Jahren ist das Mahnmal „Hier wohnten sie 1933 – 1945 Stolpersteine“ wieder am Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofes zu finden. Wegen der Bauarbeiten am Hauptbahnhof war das Relief im Oktober 2021 vorsorglich entfernt und eingelagert worden. Frisch von der Duisburger Firma „Die Schmiede“ restauriert, ist das auffällige Bodenrelief nun an seinem angestammten Platz zurück.

Stolpersteine symbolisieren jüdische Haushalte

Das über drei Meter große Bodenrelief besteht aus 40 Einzelplatten, die zusammen eine Stadtkarte von Duisburg ergeben. 
Das über drei Meter große Bodenrelief besteht aus 40 Einzelplatten, die zusammen eine Stadtkarte von Duisburg ergeben. © FUNKE Foto Services | Kerstin Bögeholz

Das großformatige Scherbenmosaik wurde im Jahr 2002 von Stolperstein-Künstler Gunter Demnig in kurzer Zeit geschaffen – jedoch nicht allein. Es war ein dreitägiges Schulprojekt, an dem sich Schülerinnen des Sophie-Scholl-Berufskollegs aus Marxloh sowie Jugendliche der jüdischen Gemeinde Duisburg, Mülheim und Oberhausen beteiligten. Auch die städtische Schul-Kultur-Kontaktstelle war damals mit dabei.

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Das über drei Meter große Bodenrelief besteht aus 40 Einzelplatten, die zusammen eine Stadtkarte von Duisburg ergeben. Eingelassen sind 468 glänzende, quadratische Messingmarkierungen – die Stolpersteine. Sie symbolisieren jüdische Haushalte, deren Bewohnerinnen und Bewohner zwischen 1933 und 1945 vom NS-Regime verfolgt, deportiert und vielfach ermordet wurden. Eine seitlich angebrachte Legendentafel aus Messing nennt die zugehörigen Straßennamen.

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Stolpersteine in Duisburg

Stolpersteine gibt es überall in Duisburg. Auf unserem Archivbild von 2019 wird gerade ein neuer Stolperstein in Ruhrort verlegt.
Stolpersteine gibt es überall in Duisburg. Auf unserem Archivbild von 2019 wird gerade ein neuer Stolperstein in Ruhrort verlegt.© FUNKE FotoServices | Kerstin Bögeholz
  • Die meisten der über 300 Stolpersteine in Duisburg erinnern an Menschen mit jüdischen Wurzeln.
  • Die zweitgrößte Gruppe ist die der Antifaschisten, also Duisburger, die als Gewerkschafter aktiv waren oder Parteien wie der KPD, SPD, SAP oder FAUD angehörten.
  • Auch Homosexuelle, Zwangsarbeiter, behinderte oder psychisch kranke Menschen, als „Zigeuner“ diffamierte Personen sowie „Arbeitsscheue“ wurden zum Opfer der NS-Diktatur.
  • Eine Karte verzeichnet alle 300 Stolpersteine, die bis 2019 in Duisburg verlegt wurden: Stolpersteine Duisburg, weitere Infos auf www.diss-duisburg.de