„Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit“, dieses Zitat von Konfuzius bewegt angesichts aktueller Herausforderungen nicht nur die Deutsche Oper am Rhein (DOR). Doch gerade in diesen unruhigen politischen Zeiten will sie mit ihrem Programm Räume für Dialoge und Vielfalt schaffen, betont der kommissarische künstliche Leiter Marwin Wendt.

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Das sei auch in den neuen Spielplan für 2025/2026 eingeflossen, den das Leitungsteam jetzt vorgestellt hat. Für die kommende Saison hat die DOR ein Budget von 65 Millionen Euro, davon werden unter anderem 74 Vorstellungen in Duisburg finanziert.

Auftakt der Duisburger Saison: nicht im Theater, aber mit großen Themen

Los geht es am 10. September mit der Premiere von „Fidelio“, der einzigen Oper von Beethoven. Das Stück ist von der Französischen Revolution inspiriert, greift große Themen der Welt wie Menschenrechte und Freiheit auf. Fünfmal führt das Ensemble die konzertante Oper auf (ohne Bühnenbild, Schauspiel und Kostüme), wegen der Sanierungsarbeiten nicht im Theater, sondern in der Mercatorhalle (wir berichteten).

Unter dem Motto „Raus ins Theater“ landet ab dem 1. September das „UFO“ auf dem Opernplatz und überbrückt die Zeit bis zur Wiedereröffnung des Theaters. Besonderes Highlight sei das Großprojekt „Der Menschheit Stimme“, das inhaltlich an Fidelio anknüpft: Sinnbildlich für die aktuelle Zeit hat sich „der Riese der Menschenrechte“ unter dem König-Heinrich-Platz versteckt, Musik, Tanz und Schauspiel sollen ihn erwecken. An dem Projekt beteiligt sind über 300 Personen, die meisten sind Laien.

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In die mobile Spielstätte zurück kommt „Ich sing’ dir was und du mir auch“. Außerdem soll es Quiz- und Gesprächsformate im September und Oktober geben.

Deutsche Oper am Rhein: Sieben Opern- und drei Ballettpremieren in Duisburg

Das Programm für die Spielzeit 2025/2026 ist vielfältig, reicht von Barock bis Jazz und Tango. Im wiedereröffneten Theater bringt die Rheinoper am 8. November einen echten Klassiker auf die Bühne: Giuseppe Verdis „Nabucco“ feiert Premiere in Duisburg. Darauf folgt die erste szenische Neuproduktion von Georg Friedrich Händels „Giulio Cesare in Egitto“ (ab 30. November).

Sie präsentieren den neuen Spielplan der Oper am Rhein (v.l.n.r.): Marwin Wendt (Kommissarischer Künstlerischer Leiter), Anna Melcher (Chefdramaturgin), Vitali Alekseenok (Chefdirigent), Alexandra Stampler-Brown (Geschäftsführerin), Jens Breder (Direktor Kommunikation, Marketing und Sales), Michaela Dicu (Leitung Junge Oper am Rhein), Raphael Coumes-Marquet (Ballettdirektor), Bridget Breiner (Chefchoreografin).
Sie präsentieren den neuen Spielplan der Oper am Rhein (v.l.n.r.): Marwin Wendt (Kommissarischer Künstlerischer Leiter), Anna Melcher (Chefdramaturgin), Vitali Alekseenok (Chefdirigent), Alexandra Stampler-Brown (Geschäftsführerin), Jens Breder (Direktor Kommunikation, Marketing und Sales), Michaela Dicu (Leitung Junge Oper am Rhein), Raphael Coumes-Marquet (Ballettdirektor), Bridget Breiner (Chefchoreografin).© Deutsche Oper am Rhein | Anne Orthem

Spannend für Familien wird es im März 2026: In „Die blaue Sau“ geht es um vier kleine Helden, die musikalische Superkräfte entwickeln. Jazz-Fans können sich auf „On the Town“ von Leonard Bernstein (West Side Story) freuen – ein Stück voller Lebensfreunde und eine Ode an New York (Premiere: 25. April 2026).

Einen Monat später wird die konzertante Oper „Die Königin von Saba“ zum ersten Mal in Duisburg aufgeführt, im Juli 2026 wird die Premiere von „María Buenos Aires“ gefeiert, Astor Piazzollas „Hommage an den Tango“.

Wiederaufnahmen und Premieren im Ballett

Wieder in das Programm geschafft haben es: Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck), Anatevka, Turandot (Giacomo Puccini), Le nozze die Figaro (Wolfgang Amadeus Mozart) und Die Walküre (Richard Wagner).

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Das Ballett will 2025/2026 ein Gleichgewicht schaffen: zwischen modernem und klassischem Tanz, kleinen und großen Bühnenbildern. „Grey Area“, „Kaleidoskop“ und „Signaturen“ werden 2026 das erste Mal in Duisburg vorgestellt. In der Weihnachtszeit wird es märchenhaft: Die Tänzer zeigen Bridget Breiners Interpretation von Aschenputtel „Ruß“. Übrigens soll es für die kommende Saison auch ein Ballettabonnement geben.

Das neue Spielzeitheft ist ab jetzt an der Theaterkasse in Duisburg erhältlich oder online unter operamrhein.de verfügbar, auch der Vorverkauf für die Saison hat begonnen.