Der Zoo Duisburg freut sich über Nachwuchs bei den Brillenpinguinen. Noch versteckt sich das Küken unter den Eltern im schützenden Nest. Der Vogel ist am 20. April und nach 38 Tagen Brutzeit aus seinem Ei geschlüpft, informiert der Tierpark.

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„Man fiebert diesem Moment natürlich entgegen und zählt die Tage“, sagt Revierleiter Maik Elbers. Vorher wechselte sich das Elternpaar gleichberechtigt und wochenlang bei der Brut ab. „Während ein Elternteil brütet, hält sich der Partner in der Nähe des Nestes auf, schwimmt und sucht nach Nahrung“, erklärt der Tierpark. Mit der bisherigen Aufzucht des Kükens sei Tierpfleger Elbers zufrieden.

Zoo Duisburg: Mehr Themen aus dem Tierpark

Der Zoo Duisburg freut sich über Nachwuchs bei den Brillenpinguinen. Hier ist das Tier kurz nach dem Schlüpfen zu sehen.
Der Zoo Duisburg freut sich über Nachwuchs bei den Brillenpinguinen. Hier ist das Tier kurz nach dem Schlüpfen zu sehen. © Zoo Duisburg

Zoo Duisburg freut sich über Nachwuchs bei den Brillenpinguinen

Nach dem Schlupf sind junge Brillenpinguine sehr leicht – weniger als 100 Gramm bringt ein Küken auf die Waage. Danach legt der Nachwuchs täglich an Gewicht zu. Der Grund: fetthaltiger Fisch, denn auf dem Speiseplan der Duisburger Brillenpinguine stehen insbesondere Heringe und Sprotten. Das sind Fischarten, die viel Energie haben. „Zurück im Nest würgen die Eltern den Fischbrei hoch und füttern damit das Küken“, beschreibt der Pfleger die gewöhnungsbedürftige Ernährung der Jungvögel.

Im Alter von rund vier Wochen hat der kleine Pinguin sein Gewicht vervielfacht und wiegt derzeit rund 1,4 Kilogramm. Schon bald steht auch der Mauser genannte Gefiederwechsel an. Dabei verliert das Küken schrittweise seine braunen Daunen, die durch das typische schwarz-weiße Gefieder ersetzt werden. Erst ab diesem Moment gehen junge Pinguine ins Wasser. „Die Daunen halten den kleinen Pinguin warm, saugen sich bei Wasserkontakt aber voll. Erst nach der Mauser und durch das Einfetten des Gefieders ist der Nachwuchs startklar fürs Schwimmen“, erklärt der Tierpfleger.

Erster Nachwuchs im neuen Gehege am Kaiserberg

Es ist das erste Jungtier, das in der neuen und 2024 eröffneten Anlage geschlüpft ist, informiert der Tierpark. Der Zoo hatte das Gehege im Oktober nach einer Bauzeit von 15 Monaten eröffnet. Das Gehege ist den felsigen Küsten Südafrikas nachempfunden. Es gibt große Felsblöcke, niedrig wachsende Pflanzen und einen Sandstrand. Ein Fokus liegt zudem auf der Nachzucht: An der Rückwand des Geheges sind elf Bruthöhlen entstanden. Sie dienen der Aufzucht der Jungtiere, die Höhlen sind aber auch ein Rückzugsort für die 20 Tiere der Kolonie.

Die Nachzucht ist für den Zoo Duisburg ein wichtiges Thema: Der Bestand der Brillenpinguine in freier Wildbahn gilt als „stark gefährdet“, erklärt der Tierpark. Lebensraumverlust und Überfischung setzen den Tieren immer weiter zu. Experten befürchten, so der Zoo, dass die Tierart in weniger als zehn Jahren an den Küstengebieten Afrikas ausgestorben sein könnte. Der Tierpark unterstützt deshalb seit Jahren Maßnahmen im ursprünglichen Lebensraum. So überwachen Ranger etwa Nistplätze der Pinguine, sammeln verwaiste Eier ein und brüten diese in der Schutzstation aus.