Den Wasserhahn aufdrehen – und schon fließt frisches Trinkwasser. Klingt selbstverständlich, doch für zirka 2,2 Milliarden Menschen weltweit ist es das nicht. Sie haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hinter der Versorgung mit frischem Wasser steckt eine komplexe Infrastruktur, die regelmäßig gewartet werden muss. So läuft das Trinkwasser in Duisburg über mehr als 2200 Kilometer lange Rohrleitungen. Im Stadtwald gibt es eine gigantische Speicheranlage mit fünf Hochbehältern. Die Stadtwerke Duisburg sanieren die Anlage seit 2018.
Trinkwasserspeicher in Duisburg: Sanierung der Kammern läuft seit 2018
Die fünf unterirdischen Kammern auf dem Försterberg sind jeweils 45 Meter lang, 45 Meter breit und 6,25 Meter hoch. Sie haben ein Fassungsvermögen von bis zu 12,5 Millionen Liter. Sie liegen am höchsten Punkt der Stadt (80 Meter) auf dem Försterberg. Durch die Höhenlage entsteht ein natürlicher Druck. So kann das Trinkwasser in die Leitungen bis zum Wasserhahn fließen.
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Die Speicheranlage wurde 1952 gebaut und 1963 ergänzt, drei Becken wurden bereits umfangreich saniert, aktuell laufen die Arbeiten am vierten Wasserspeicher. Im Juli 2025 soll er wieder in Betrieb gehen.
Zunächst säubern Fachkräfte Decken, Wände und Böden mit Sandstrahlen. Das sei sehr aufwendig, denn sie prüften jeden Zentimeter genau auf Schäden. Anschließend reparieren sie Schadstellen und tragen eine neue, mehrfache Beschichtung mit speziellem Zement auf. Besondere Vorschriften müssen dabei eingehalten werden, um weiterhin keimfreies Trinkwasser zu garantieren. Deshalb werden die Flächen nach den Sanierungsarbeiten mehrfach gesäubert und desinfiziert, erklären die Stadtwerke.
Trinkwasserspeicher in Duisburg: „Mammutprojekt“ soll 2028 fertig sein
Sie bezeichnen die Sanierung der Trinkwasseranlage als „Mammutprojekt“, bis 2028 soll die ganze Anlage modernisiert sein. Ab Sommer 2025 werde das fünfte und letzte Wasserbecken für zwei Jahre außer Betrieb genommen und saniert, danach folge die Modernisierung der Rohrleitungen. Insgesamt investiere das Unternehmen in das Projekt über 30 Millionen Euro.
„Das alles geschieht im laufenden Betrieb, so ist die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Duisburg mit frischem Trinkwasser auch während der Sanierungsarbeiten gewährleist“, sagt Klaus Niephaus, der für das Projekt verantwortlich ist.
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Übrigens: Das Labor des Wasserwerks Wittlaer untersucht regelmäßig Proben aus den Duisburger Kammern, um eine hochwertige Qualität des Trinkwassers sicherzustellen.