Der Döner bleibt die Konstante. „Gib mal drei Euro für ein Dönerbaguette bitte“, äfft Jayden seine Mitschüler nach und lacht. „Nein, aber mal ehrlich. Die freuen sich für mich.“ Worüber eigentlich? Der 17 Jahre alte Duisburger hat just die RTL-Castingshow „Das Supertalent“ gewonnen, und damit die stolze Summe von 50.000 Euro. Im Einspieler im großen Finale erzählt er noch ganz bescheiden davon, dass ihm seine Mutter stets fünf Euro für einen Döner spendiert, wenn er danach fragt – jetzt hat sich der Drehspieß gewendet.

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Aber mal überhaupt, zurück in die Schule, nach dem großen Castingshow-Sieg – fühlt sich das nicht komisch an? Oh ja, vor allem für ihn selbst, sagt Jayden im Gespräch mit der Redaktion. „Es ist immer noch unbeschreiblich. Es ist ja schon ein bisschen her, aber jetzt habe ich das Finale nochmal im Fernsehen geschaut und kann es immer noch nicht glauben. Das geht glaube ich erst, wenn ich auf einer Bühne stehe und als Supertalent anmoderiert werde.“

Duisburger Jayden ist „Supertalent“: Umarmung vom Lehrer

Auf den großen Erfolg ihres Schützlings sind natürlich auch Jaydens Lehrer aufmerksam geworden. „Ein paar Lehrer haben mir schon kurz nach dem Sieg eine E-Mail geschrieben“, sagt der Duisburger, dann muss er schmunzeln, ein wenig peinlich berührt, aber stolz: „Und heute haben die mich alle umarmt.“

Noch immer sureal: Duisburger Jayden bei seiner Sieger-Performance im Finale der RTL-Show „Das Supertalent“.
Noch immer sureal: Duisburger Jayden bei seiner Sieger-Performance im Finale der RTL-Show „Das Supertalent“.© RTL+ | Stefan Gregorowius

Jayden, das spürt man im Gespräch, genießt den Erfolg, aber zu Kopf steigen lässt er ihn sich nicht, er geht bloß selbstbewusst damit um. „Unmittelbar nach meinem Sieg habe ich auf der Straße zwei Frauen gesehen, so Mitte 30. Die haben auf mich gezeigt und getuschelt. Ich wusste ja gar nicht, ob die mich gerade erkennen. Aber ich habe einfach gerufen: ‚Ich bin’s!‘“ Es folgte das obligatorische Selfie, für Jayden keine Last. „Ich mache sehr, sehr gerne Bilder.“

Auf Vernünftig: Duisburger Jayden investiert das Preisgeld in seine Zukunft

Doch es steht ja noch ein Elefant im Raum, und der ist 50.000 Euro schwer. Was macht man mit so viel Geld, gerade als 17-Jähriger? Wer jetzt seine Patschehändchen ob boulevardesker Vorfreude zusammenschlägt und hofft, dass Jayden mit der Knete nur so um sich wirft, wird enttäuscht: „Ich fange meinen Führerschein an und stocke noch ein bisschen mein Heimstudio auf“, erklärt der Duisburger, der im persönlichen Gespräch übrigens genau so entspannt und bescheiden rüberkommt wie im Fernsehen. „Der Rest wird angelegt.“

Im Moment steht der potenzielle Jetset nämlich ohnehin nicht im Vordergrund für Jayden. Ich mache erstmal die Schule zu Ende, dann fange ich eine Ausbildung an. Entweder Kfz-Mechatroniker. Oder Fahrrad-Mechatroniker.“ Im Hintergrund kann sich Mutter Tracy ein Lachen nicht verkneifen, doch Jayden schreitet ein: „Vertrau mir Mama, du verdienst gutes Geld!“ Zumindest eine Zeit lang, denn beruflich soll es nicht beim Mechatroniker bleiben. „Ich will zur Feuerwehr gehen. Ich möchte vorher bloß etwas Handwerkliches machen.“

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Doch mit der Musik geht es natürlich weiter, versicher Jayden schnell. „Ich hoffe, dass es jetzt ein paar Auftritte werden. Und zuhause möchte ich weiter Musik aufnehmen.“ Sein großes Vorbild dabei ist und bleibt der kanadische Popsänger Shawn Mendes. „Er ist der Grund, weshalb ich überhaupt Musik mache. Er ist so fleißig, deswegen lerne ich auch so viele Instrumente. Fünf sind es mittlerweile, der Liebling bleibt die Gitarre, „da kann ich mich selbst begleiten“. Der Traum lebt, für Jayden „bleibt Musik mein Plan A“. Doch um dem Traum kopflos hinterherzuhetzen, dafür ist der Duisburger zu vernünftig. „Man kann sich halt nicht drauf verlassen.“