Ein Video des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Duisburg sorgt aktuell in den Sozialen Medien für Aufsehen. Es ist nach Angaben des Pressesprechers Christian Engelking von einem langjährigen ADFC-Mitglied aufgenommen worden, das in der Sequenz in eine heftige Auseinandersetzung mit einer Autofahrerin vor einem Imbiss an der Karl-Jarres-Straße in Hochfeld gerät.

Der Radfahrer klopft mehrmals an die Autofensterscheibe. Die Frau im Inneren des Wagens reagiert aggressiv: „Was soll das, Alter? Was soll das?“ Der Radfahrer erklärt zunächst ruhig und mehrmals, dass der Pkw verbotenerweise auf einem Fahrrad- und Fußweg stehe. Die Autofahrerin ist uneinsichtig. Es sei ein Fußweg. Mal abgesehen davon, dass es sich ja auch dabei um einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung handeln würde, ist ihre Aussage schlicht falsch.

Streit um Falschparkerin auf Radweg in Duisburg eskaliert

Deshalb startet das ADFC-Mitglied – immer noch im ruhigen Ton – einen erneuten Erklärungsversuch: „Gucken Sie sich bitte das Schild da vorne an.“ Die Autofahrerin bleibt unbelehrbar, fragt den Radfahrer, warum er nicht einfach warte. Seine Reaktion wird nun deutlicher: „Da steht man nicht, das ist ganz einfach!“

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Der Streit schaukelt sich hoch: „Halt‘s Maul, Junge, ja?“, bekommt er zu hören. „Es ist ein Fahrradweg!“, versucht es das ADFC-Mitglied ein letztes Mal. Ohne Erfolg. Stattdessen wird der Radfahrer zum Schluss ein weiteres Mal beleidigt: „Sie können mich mal!“

Fahrradclub hat das Video veröffentlicht – mit diesem Ziel

Der Duisburger ADFC hat sich laut Pressesprecher Christian Engelking dazu entschlossen, das Video zu veröffentlichen. „Es geht uns einmal darum zu zeigen, wie aggressiv die Reaktionen von Autofahrern teilweise gegenüber uns Radfahrern sind“, sagt er. „Aber vor allem wollen wir die Probleme mit Falschparkern damit offensiv ansprechen. Sie gibt es dort in Hochfeld nahezu täglich, aber auch an vielen anderen Stellen in der Stadt.“

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Sicherer Radverkehr beginne in den Köpfen. „Aber wenn die nicht wollen: Recht durchsetzen!“, stellt der ADFC gegen Ende des Videos klar und verweist auf Polizei und Ordnungsamt. Es gehe um mehr Sicherheit und Fairness im Straßenverkehr. Parken auf Rad- und Fußwegen sei kein Kavaliersdelikt. Dadurch werden laut ADFC Menschen gefährdet und der fließende Verkehr behindert.

Schwerpunktkontrollen an Hotspots

Der Duisburger Fahrradclub fordert dabei mehr Engagement von der Polizei. Aber es tut sich was, sagt ADFC-Sprecher Engelking: „Wir freuen uns, mit Oberbürgermeister Sören Link in einem ersten Schritt vereinbart zu haben, dass an von uns gemeldeten Hotspots durch das Ordnungsamt Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden sollen. Die ersten 15 Stellen werden wir der Stadt nun mitteilen.“

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Gleichzeitig fordert der ADFC ganz am Ende alle Duisburger auf, Falschpark-Hotspots zu nennen. Nähere Informationen gibt es beim Fahrradclub telefonisch unter 0203 77 42 11 oder per Mail an info@adfc-duisburg.de.