Ein bekanntes Mineralwasser made in Duisburg feiert runden Geburtstag: Römerwall erfrischt nun schon seit 50 Jahren seine Käufer. Die Marke erblickte 1975 das Licht der Welt, weil sich die Kunden eine größere Auswahl wünschten. Der Handel veränderte sich zu der Zeit rasant. Supermärkte verdrängten nach und nach die Tante-Emma-Läden, neue Produkte mussten her. Also bekam die damals schon etablierte Rheinfels-Quelle eine kleine Schwester: Römerwall.

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„Wie der Name entstanden ist, wissen wir auch nicht mehr.“ Braumeister Markus Heuvel ist Abteilungsleiter Mineralwassergewinnung bei Hövelmann in Walsum und somit der Herr der Wässer. Von einem könne man allerdings ausgehen: Senior-Chef Hermann Hövelmann hat damals sicher bei der Markengestaltung mitgemischt. Er hat auch höchstpersönlich dafür gesorgt, dass der alte Slogan „So rein wie das Wasser im Paradies“ immer noch auf dem Etikett auf der Rückseite der Flasche steht – wenn auch nur noch ganz klein. „Der ist ihm wichtig“, weiß Marketingleiterin Ina Neleßen.
Duisburger Traditionsmarke Römerwall feiert 50. Geburtstag
Heute teilen sich mehr als 500 Mineralwassermarken den deutschen Markt. Auch die Produktionskapazität hat sich rasant gesteigert. „Vor 50 Jahren haben die Maschinen 90.000 Flaschen in der Stunde abgefüllt, heute sind es 300.000“, so Ina Neleßen. Es gibt aber auch Dinge, die bleiben so, wie sie schon immer waren. Römerwall wird seit jeher ausschließlich in NRW verkauft und ist die einzige Marke von Hövelmann, die nur in Mehrwegflaschen abgefüllt wird.
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Seit 50 Jahren kommt das Wasser aus einem Brunnen in der Walsumer Rheinaue. Wie übrigens auch das der großen Schwester Rheinfels-Quelle. Aber natürlich haben beide ihre ganz eigene Quelle, auch wenn sie geschmacklich nicht so unterschiedlich sind. „Bei unseren Wässern stellt sich kein Mineral in den Vordergrund“, sagt Ina Neleßen, die auch ausgebildete Wassersommelière ist. „Bei einer Blindverkostung könnte es schwierig werden, die beiden zu unterscheiden.“

Längst steht das Römerwall-Mineralwasser nicht mehr alleine im Regal. Im Laufe der Jahre ist die Römerwall-Familie gewachsen: Es kamen das Sportlergetränk IsoSport mit Citrus-Grapefruit-Geschmack, der Frucht Joghurt Drink aus Pfirsich- und Birnensaft, Joghurt und Honig, ACE mit Orangen- und Karottensaft, Apfelschorle und die beiden Limos mit Orange und Zitrone trüb dazu.
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„Mit der Apfelschorle waren wir mal Marktführer in NRW. Die Deutschen lieben Apfelschorle“, sagt die Marketingleiterin. Aber auch hier sei die Konkurrenz eben viel größer geworden und die Kunden seien heute einer Marke nicht mehr so treu wie es früher war. Oft entscheidet eher der Preis.
Braumeister Markus Heuvel hat noch eine schöne Ruhrpott-Geschichte zum Thema Mineralwasser parat. Früher, als es die Zechen noch gab, wurde das erfrischende Getränk auch Thyssensekt genannt. „Die Kumpel haben am liebsten Bier getrunken, aber unter Tage Mineralwasser, um für einen Druckausgleich zu sorgen und weil sie dachten, es würde ihre Atemwege befreien.“
Die Geburtstagsfeier für Römerwall steigt übrigens im Winter: „Da feiern wir im Unternehmen unsere gemeinsame Sause. In diesem Jahr wird Römerwall im Mittelpunkt stehen“, so Heuvel.






