Erneute Razzia an den Problemhäusern in Neumühl: Die Polizei, das städtische Ordnungsamt und die Ausländerbehörde sind am frühen Donnerstagmorgen, 6. Februar, gegen 6.30 Uhr mit 25 Einsatzkräften und Dolmetschern für Rumänisch zu zwei weiteren Mehrfamilienhäusern ausgerückt. Insgesamt 16 Wohnungen im Wohnkomplex an der Otto-Hahn-Straße haben die Behörden kontrolliert.

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Sie überprüften, wer dort alles offiziell gemeldet ist und ob die Bewohnerinnen und Bewohner überhaupt einen Mietvertrag besitzen. Die Maßnahme begleiteten, wie schon zuvor, Eigentümervertreter, die der Polizei und der Stadt Duisburg eine Liste unvermieteter Wohnungen zur Verfügung stellten. Der Verdacht: Menschen leben dort unerlaubt. Entweder als Hausbesetzer. Oder mit gefälschtem Mietvertrag, wodurch sie als potenzielle Betrugsopfer gelten.
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Razzia in Neumühler Problemhäusern: Meldekontrollen haben diese Konsequenzen
In den kontrollierten Gebäuden, so die Einsatzbilanz, sind laut Melderegister 27 Personen gemeldet. Angetroffen wurden 15 Menschen, von denen neun zwar gemeldet sind, aber keinen Mietvertrag vorlegen konnten. Demnach wurden zwölf Bewohner bei der Razzia nicht angetroffenen, weshalb die Stadt jetzt prüft, ob sie abgemeldet werden können.
Neuanmeldungen sind ohnehin nicht mehr möglich, wie Ordnungsdezernent Michael Rüscher bereits bei der ersten Razzia am 29. Januar mitteilte. Die Stadt hat eine Meldesperre für den Wohnkomplex verhängt, um Betrug mit Sozialleistungen oder Kindergeld zu verhindern.
Unbewohnte Wohnungen hat der Eigentümer direkt nach den Kontrollen entrümpelt und durch einen Schlüsseldienst verschlossen. Unrechtmäßig bezogene Wohnungen möchte der Immobilieninhaber nach einem Richterspruch räumen lassen. „Wer in den Häusern an der Otto-Hahn-Straße und an der Max-Planck-Straße illegal wohnt, wird auch künftig Besuch kriegen und sich einer Meldekontrolle unterziehen müssen“, betonte Oberbürgermeister Sören Link in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Der Sozialdemokrat kündigte an, dass „die Behörden konsequent durchgreifen“, um „das Viertel zu stabilisieren“.
Erste Erfolge kann der Ordnungsdezernent bereits verkünden: „Unsere Kontrolle in der vergangenen Woche hat gezeigt, dass sich viele der Gemeldeten nicht mehr in Duisburg aufhalten. Stattdessen hat sich unser Verdacht erhärtet, dass eine große Anzahl von Personen die Wohnungen illegal bewohnt.“ Entsprechend wichtig seien die Razzien. Sie sollen in den nächsten Wochen fortgeführt werden, bis in dem Gebäudekomplex alle 20 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 250 Wohnungen überprüft worden sind.
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