Am 5. und 6. September röhrt der Platzhirsch nach zwei Jahren endlich wieder auf dem Duisburger Dellplatz. Die Veranstalter haben nun die ersten beiden Bands bekanntgegeben – und Details über die schwierige Finanzierung enthüllt, denn schließlich soll das Festival wie gewohnt kostenlos für alle sein.
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„Levin goes Lightly“ hat schon einen weiten, musikalischen Weg hinter sich. Im Laufe von fünf Alben hat sich der Musiker von Postpunk zu Dancefloor, von Englisch zu Deutsch und wieder zurück gearbeitet. Das aktuelle Album „Numb“ kehrt zu Dance- und Electronic-Sounds zurück und verspricht „treibende und hypnotische Klangwelten“.
Aus Italien, genauer aus Bologna, kommt das Duo „The Jackson Pollock“. Emily (dr) und Davide (git, b) setzen auf eine Mischung aus Lo-Fi und Garage-Rock. In ihren Sound lassen die beiden aber auch deutlich hörbar die DNA des Blues einfließen.
Finanzierung für das Platzhirsch-Festival: Stadt Duisburg unterstützt mit fünfstelliger Summe
Eine der größten Herausforderungen, sagen die Veranstalter, sei die Finanzierung des Festivals – auch aus finanziellen Gründen musste der Platzhirsch 2024 pausieren. Rund 100.000 Euro kosten die zwei Tage Kultur. Um einen Teil dieser Kosten zu decken, haben die Macher Förderanträge beim Bund (Initiative Musik) und beim Land NRW (Soziokultur NRW) gestellt.

Darüber hinaus gab es Mitte Januar ein Treffen mit Kulturdezernentin Linda Wagner, die gute Nachrichten für Platzhirsch-Veranstalter René Schwenk und das Team hatte: Die Stadt Duisburg wird die Festivals 2025 und 2026 jeweils mit 10.000 Euro unterstützen. Hilfe gibt es auch vom Kulturbeirat der Stadt, der eine Platzhirsch-Konzertreihe an verschiedenen Spielorten in diesem Jahr bezuschusst.
Trotzdem: Finanziert ist das Festival damit noch nicht. Schon seit einigen Wochen sammelt das Platzhirsch-Team deswegen Spenden, auf gofundme.de, über „wirwunder“, die Spendenplattform der Sparkasse und direkt im Platzhirsch-Fond. „Wir wollen aber ein Festival schaffen, das alle Menschen dazu einlädt teilzunehmen und teilzuhaben, mit möglichst niedrigen Barrieren – auch finanzieller Art“, so Michael Schiplage vom Platzhirsch-Team. Wer die finanziellen Mittel hätte, sich ein hypothetisches Ticket für das Festival zu kaufen, kann die Summe stattdessen spenden. Das Motto der solidarischen Idee: „Fürs Rudel!“




