Ein Umzug war schon länger geplant, doch dass es nun so schnell geht, geschieht nicht ganz freiwillig. Zum Hintergrund: Am 9. September hat es im Dachgeschoss an der St. Johann-Straße in Duisburg-Hochfeld gebrannt. „Dabei ist zum Glück niemand zu Schaden gekommen“, sagt Lena Wiese, Vorsitzende vom „Verein für die solidarische Gesellschaft der Vielen“, der das Zentrum für Kultur im Erdgeschoss des betroffenen Gebäudes betreibt. „Durch den Brand sind unsere Räume durch die entstandenen Rauch- und Ruß-Schäden sowie das Löschwasser im Gemäuer erstmal nicht mehr nutzbar“, teilt der Verein auf Facebook mit.

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„Wir hatten trotz der Umzugspläne noch einiges an Programm geplant.“ Da die Räume allerdings ohnehin für die vielfältigen (Kultur-)Angebote zu klein geworden sind, mache es kaum Sinn, die Etage zu sanieren. Damit nicht noch mehr Utensilien Schaden nehmen, sollen die Sachen so schnell wie möglich an einen trockenen, sicheren Ort gebracht werden. „Leider werden wir trotzdem viele Sachen entsorgen müssen“, sagt Lena Wiese.

Neuer Standort soll auch in Duisburg-Hochfeld sein

Der neue Standort, ebenfalls in Hochfeld, wird jedoch erst einmal nur als Lager dienen, bis Genehmigungen von der Stadt für eine weitere Nutzung vorliegen. „Keine Sorge, wir verschwinden nicht von der Bildfläche und werden das Beste aus der Situation machen“, versprechen die Ehrenamtlichen. So wollen sie versuchen, auch die Beratung für Zugewanderte aufrechtzuerhalten. Zwar versuche man auch, die Hilfesuchenden an Angebote anderer Träger zu vermitteln, allerdings sei das oft schwierig.

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Vor zwei Jahren hatte der Verein die ehemalige Gaststätte gemietet, um dort beispielsweise Sozialberatung anzubieten, aber auch einen Raum für politische Diskussionen, Lesungen oder Abende an der Theke zu schaffen. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, Zugewanderten, insbesondere Sinti und Roma, eine Stimme zu geben. In der Vergangenheit haben die Ehrenamtlichen immer wieder auf die prekären Zustände, vornehmlich in Zusammenhang mit den Häuserräumungen in Hochfeld, aufmerksam gemacht.