Trotz Vorwarnung hat sich der eine oder die andere in Duisburg doch ganz schön erschreckt: Um 11 Uhr heulen die Sirenen, schlagen die Handys lautstark Alarm – Warntag in NRW. Die erste Bilanz in Duisburg: durchwachsen. Wie schon in der Vergangenheit ist es auch diesmal wieder zu Ausfällen gekommen.

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„72 von 77 aktiven Sirenen haben reibungslos funktioniert und entsprechende Warntöne abgegeben“, erklärt Stadtsprecher Falko Firlus. Fünf Sirenen sind also stumm geblieben. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um Anlagen an der Ruhrorter Straße, am Steinenkamp, an der Werthauser Straße, Am Ziegelkamp und Am Lindentor. „Seitens der Stadt wurde umgehend damit begonnen, die Gründe hierfür zu ermitteln“, so Firlus.

Warntag in Duisburg: Einige Sirenen haben keinen Pieps von sich gegeben

Auch die Sirenen Am Wittrahm, an der Albert-Einstein-Straße und Am See haben keinen Pieps von sich gegeben. Sie werden momentan gewartet und sind daher nicht im Dienst. Zur Auswertung des aktuellen Probealarms stützt sich die Duisburger Feuerwehr auf die eigene technische Analyse des Sirenensystems.

Die Duisburger und Duisburgerinnen haben sich bei den vergangenen Warntagen vor allem darüber gewundert, wie leise die Sirenen warnen. Auch diesmal hätte es für manche gerne lauter sein können. Wir haben auf dem Facebook- und Instagram-Kanal dieser Redaktion gefragt: „Wie lief der Warntag bei euch?“ Die meisten User melden aus den unterschiedlichsten Stadtteilen: Der Probealarm hat super funktioniert. Einige bemerken aber, die Sirenen bei geschlossenen Fenstern nicht gehört zu haben, zum Beispiel in Wanheimerort, Neumühl oder Kasslerfeld.

Menschen im Kreis Kleve
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat auch über das gewarnt.© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe | Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

„Die Sirenen könnten viel lauter sein, da die Senioren beim Schlafen nachts keine Hörgeräte drin haben. Die würden es gar nicht hören, wenn die Fenster zu sind“, kommentiert jemand. Eine Userin berichtet über Probleme an der Dorfstraße in Serm. Die Sirenen waren lediglich „auf dem Balkon zu hören, aber nur aus Richtung Mündelheim/Hüttenheim“.

Neben den Sirenen hat die Warn-App Nina Alarm geschlagen. Außerdem wurde die Funktion des Cell Broadcasts getestet, die Ende Februar 2023 als weiteres Warnmittel vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingeführt wurde. Das scheint bei den meisten funktioniert zu haben. Es gibt aber auch Kommentare, dass die Warnung per Handy „zwei Minuten zu spät bei mir kam, da war bei allen anderen schon wieder Ruhe“. Bei manchen tat sich auf dem Handy sogar gar nichts.

Der bundesweite Warntag wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Themenfeld „Warnung“ zu sensibilisieren sowie Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können. Duisburgerinnen und Duisburger können am Donnerstag bis 16 Uhr per E-Mail an kub@feuerwehr.duisburg.de Rückmeldungen an die Stabsstelle Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz geben.