Ob dieses Symbol damit zu tun haben könnte, das ein wenig so aussieht wie das berühmte Anarchie „A“? „Jedenfalls sind einige Plakate in der Stadt verschwunden, vielleicht passt es der Antifa nicht, dass unten auf dem Plakat auch ein Ministerium als Sponsor draufsteht“, grinst Veranstalter Wolfgang van Ackeren vom „Lokal Harmonie“ und meint das Ganze nicht so ernst. Denn eigentlich hat dieses „A“ im Namen des brandneuen Festivals „Behind A Bridge“, das am Samstag, 24. August, auf der Mühlenweide in Duisburg-Ruhrort steigt, gar nichts mit Anarchie zu tun. Eigentlich.

Täglich (außer Samstag)
Duisburg-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Das ‚A‘ ist umgeben vom Symbol ‚Enso‘ aus dem Zen-Buddhismus, ein Kreis, der für das Unvollkommene steht, weil er nicht ganz geschlossen ist.“ Deswegen ist das mit der Anarchie, sagt van Ackeren, auch gar nicht so weit hergeholt, aber eben völlig unpolitisch. „Musik ohne Herrscher, ohne Komposition, im Moment improvisiert“. Damit ist das Konzept der Festival-Premiere auch schon ziemlich gut erklärt.
Neues Duisburger Festival: Diese Künstler stehen auf der Bühne
Denn es geht um improvisierte Musik, gleich sechs Vertreter dieses Genres stehen auf der Bühne: Ale Hop (Gitarre, Electronics), Mariá Portugal (Schlagzeug), Liz Allbee (Trompete, Electronics), DJ Illvibe (Turntables), Jan Klare (Saxophon) und Kai Niggemann (Modularer Synthesizer Buchla 200E) spielen in wechselnden Besetzungen zwischen 18 und 22 Uhr ununterbrochen. Detaillierte Informationen über die Musiker gibt es im Internet unter lokal-harmonie.de.
Von 16 bis 18 Uhr heizt das „Bread and Butter DJ Team“ das Publikum mit einem Soundsystem von Rise Up Hi-Fi an, nach der großen Kollektivimprovisation spielt „Herr E.“ ein DJ-Set bis 0 Uhr. Für die Verpflegung sorgt an diesem Samstagabend ein Foodtruck des Zentrums für Kultur Hochfeld, ein Cocktailstand und eine mobile Bar des Platzhirsch-Festivals sind auch vor Ort. „Die Leute können sich aber auch eine Decke, etwas zu Essen und zu Trinken mitnehmen und picknicken, alles kein Problem“, sagt van Ackeren, der Eintritt ist ohnehin frei.
Warum das Duisburger Festival „Behind A Bridge“ eigentlich anders geplant war
Dass das Festival auf der Mühlenweide direkt neben der Friedrich-Ebert-Brücke stattfindet, war ursprünglich gar nicht so geplant. „Eigentlich wollten wir unter der Brücke spielen“, erklärt Wolfgang van Ackeren, der „Programm für Räume“ machen will. Mehrere Ämter und die Feuerwehr hatten auch schon zugestimmt, doch dann erinnerte ein Ingenieur an den Lkw-Brand unter der A59. Wolfgang van Ackeren seufzt. „Aber dann hat das Ordnungsamt uns vorgeschlagen, doch einfach 50 Meter weiterzuziehen.“ Immerhin.
[Wir schicken Ihnen jeden Abend die wichtigsten News und exklusive Storys aus Duisburg – persönlich, mit Angeberwissen, Event- und Gastro-Tipps. Hier können Sie den Duisburg-Newsletter bestellen.]
Duisburgs jüngstes Festival wird aber so oder so ein Experiment, egal ob nun unter oder neben der Brücke. „Es ist ja ganz neu, wir haben keine Erfahrungswerte“, sagt van Ackeren. Aber wie in der improvisierten Musik ist das ja der Clou am Festival, neu, anders, ungewöhnlich. Gefragt nach der Musik, die die sechs Künstler auf die Bühne neben der Brücke bringen, sagt der Veranstalter nämlich ganz passend: „Was die machen, weiß ich auch nicht.“





