Diese wortwörtlich große Künstlerin aus dem Zoo Duisburg sollten sich Kenner der Szene wohl merken: Elefantenkuh Etosha hat nämlich mit ihrem Rüssel abstrakte Kunst auf die Leinwand gebracht. Bei der besonderen Aktion sind insgesamt sieben Werke entstanden – die ihren Artgenossen in freier Wildbahn zugutekommen.

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„Eine Tierpflegerin hat mit Etosha gemalt“, erklärt ein Sprecher des Zoos auf Nachfrage der Redaktion. Das Malen ist ein Teil des vielfältigen Beschäftigungsprogramms für die Dickhäuter am Kaiserberg. Mit einem kurzen Video aus dem Elefantenhaus hat der Zoo in sozialen Netzwerken einen Einblick in das außergewöhnliche Atelier der tierischen Künstlerin ermöglicht.
Elefant mal im Zoo Duisburg: Video zeigt Künstlerin „bei der Arbeit“
In dem Video ist Etosha zu sehen, die mit dem Rüssel und durch ein Gitter einen Pinsel hält und diesen immer wieder schwungvoll über eine Leinwand führt. Neben der Staffelei steht eine Pflegerin, die mit kurzen Kommandos hilft und die Richtung vorgibt. Für die Striche auf Leinen ist die dickhäutige Künstlerin aber alleine zuständig, von der Pflegerin gibt es dafür viel Lob und eine köstliche Belohnung.
Um das Video zu sehen, müssen Sie bitte einmal dem Einblenden externer Inhalte zustimmen, falls Sie es noch nicht gemacht haben.
Unsere Elefantendame Etosha hat sich größte Mühe gegeben und für euch sechs farbenfrohe Bilder gestaltet. 🎨 Ab sofort habt ihr die Möglichkeit, ein echtes Etosha-Bild bei uns im Besucherservice gegen eine Spende für die West African Primate Conservation Action (WAPCA) zu erhalten.
Posted by Zoo Duisburg on Friday, July 26, 2024
Passend zum heutigen Start der #Olympics2024 in Paris gibt es eine Sonderedition in schwarz-rot-gold. 🇩🇪
Die Bilder sind im A3 Format, die Mindestspende für die farbigen Bilder liegt bei 25 €, für die 🇩🇪 - Sonderedition bei 50 €. Natürlich freuen wir uns, wenn ihr die Spende für WAPCA freiwillig erhöht.
WAPCA setzt sich nicht nur für den Schutz von Primaten in Westafrika ein, sondern engagiert sich mit dem Taï Monkey Project im afrikanischen Taï Nationalpark an der Elfenbeinküste. Das ehrgeizige Ziel ist es, in den nächsten Jahren die Aktivitäten zum Schutz des östlichen Teils des Nationalparks auszuweiten. Denn trotz dem Schutzstatus des Gebietes sind Wilderei, illegaler Bergbau und Holzeinschlag an der Tagesordnung. Eine zentrale Rolle zum Schutz des Regenwaldes spielt insbesondere der Aufbau einer Forschungsstation sowie weitere Maßnahmen. Der Taï-Nationalpark ist seit 1982 UNESCO-Weltnaturerbe. Mit einer Fläche von rund 5.500 Quadratkilometern ist er der letzte große, zusammenhängende Regenwald in Westafrika. Hier leben noch etwa 100 Waldelefanten, außerdem Zwergflusspferde, Zebra-Ducker und Jentink-Ducker – die seltenste Ducker-Art überhaupt. Afrikanische Waldelefanten waren einst im subsaharischen Zentral- und Westafrika verbreitet und kommen heute hauptsächlich noch im Kongobecken in Zentralafrika und vereinzelt im Regenwald Westafrikas vor. Dabei ist das verbliebene Verbreitungsgebiet teilweise zerstückelt, so dass einige Teilpopulationen kaum Möglichkeit zum Austausch haben. In Westafrika gibt es nur noch wenige, sehr kleine, stark fragmentierte Bestände. 💚
Elefant im Zoo Duisburg malt Bilder – für Artgenossen
Entstanden sind „farbenfrohe Bilder“, teilt der Zoo Duisburg mit. Für ein geübtes Auge ist schnell klar: Auffallend ist bei allen Werken natürlich die schwungvolle und dynamische Pinselführung. Die Malereien versuchen keine visuelle Realität zu schaffen, sondern lassen sich zweifelsfrei der abstrakten Kunst zuordnen.
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Vor allem haben die Werke aber einen ernsten Hintergrund: Der Zoo Duisburg möchte so auf ein Artenschutzprojekt hinweisen und wird die Einnahmen aus dem Verkauf spenden. Der Erlös ist für die West African Primate Conservation Action (WAPCA) vorgesehen, erklärt ein Sprecher. Die Organisation wird seit vielen Jahren vom Tierpark unterstützt und setzt sich nicht nur für den Schutz von Primaten in Westafrika ein, sondern engagiert sich auch im afrikanischen Taï Nationalpark an der Elfenbeinküste.
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Der Nationalpark ist seit 1982 UNESCO-Weltnaturerbe. „Mit einer Fläche von rund 5500 Quadratkilometern ist er der letzte große, zusammenhängende Regenwald in Westafrika“, informiert der Zoo. Dort leben noch etwa 100 Waldelefanten. Doch das Verbreitungsgebiet hat sich etwa durch Wilderei und den illegalen Bergbau in den vergangenen Jahren stark verkleinert. Ziel der Organisation ist es, den Schutzstatus des Gebiets auszuweiten und eine Forschungsstation aufzubauen.
Einen kleinen Beitrag wird Etosha dazu beitragen: Die Bilder der Elefanten-Dame hatte der Zoo Duisburg im Besucherservice gegen eine Spende ab 25 Euro angeboten – und bereits nach zwei Tagen waren die einzigartigen Rüssel-Werke im A3-Format vergriffen, informiert der Zoo-Sprecher. Ob es eine Neuauflage geben wird, ist noch nicht entschieden, denn vor allem steht eines im Vordergrund: Die dickhäutige Künstlerin muss Spaß haben.

>> Elefantenkuh Etosha im Zoo Duisburg
- Etosha ist eine von drei afrikanischen Elefantenkühen im Zoo Duisburg. Sie kam 1990 wild in Südafrika zur Welt und lebt seit 1996 im Zoo Duisburg. Mit am Kaiserberg leben Saiwa und Daisy.
- Durch den einzigartigen Rüssel eines Elefanten verlaufen 40.000 Muskeln, sie machen ihn besonders feinfühlig und beweglich.
- Der Rüssel dient den Tieren als Mehrzweckwerkzeug: nicht nur zum Riechen, sondern auch zum Tasten, Greifen und Saugen.
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