Seit 2013 verleiht der Verein „DUPride e.V.“ jährlich den Akzeptanzpreis „Brücke der Solidarität“ an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für die LGBTIQ*-Community einsetzt oder sie unterstützt.

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Der Preis geht in diesem Jahr an die Duisburgerin Sarah Ungar – „an eine Person, die durch ihr mutiges Auftreten“ für andere ein Vorbild ist. „Gerade solche Personen, die als Vorbild für andere dienen und mit ihrer sexuellen Identität offen umgehen, sind ein unverzichtbarer Bestandteil der LSBTIQ-Community“, begründet die Jury ihre Entscheidung.
CSD in Duisburg am 27. Juli auf dem König-Heinrich-Platz
Sarah Ungar engagiere sich seit über zehn Jahren „beharrlich und mit großem persönlichen Einsatz“ für die Belange der Community, insbesondere in der Wirtschaft und Arbeitswelt. Durch ihr öffentliches Coming-Out vor rund zehn Jahren war sie viele Menschen ein positives Beispiel, als nur wenige Trans-Personen im beruflichen Kontext in der breiten Öffentlichkeit sichtbar waren.
Ungar arbeitet als Managerin bei Thyssenkrupp. An die Zeit vor ihrem Coming-Out erinnert sie sich so: „Im Job habe ich einen Mann gespielt, privat habe ich mich als Frau verabredet“, erzählt Ungar. Nach zehn Jahren im Konzern, sieben davon in leitender Funktion, outete sie sich als transsexuelle Frau. Dies hat weit über das Ruhrgebiet hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. „Als Führungskraft ging sie sehr planvoll mit ihrem Coming-Out um und gepaart mit ihrer Offenheit hat sie dadurch vielen anderen in vergleichbarer Situation Mut gemacht“, loben die Duisburger vom Verein „DUPride“. Sie wird auch heute noch von vielen Personen, Unternehmen und Organisationen um Rat gefragt.
Sarah Ungar arbeitete erfolgreich an neuem Gesetz mit
Darüber habe sich Sarah Ungar durch ihr politisches Engagement um die Auszeichnung verdient gemacht. Als Mitglied der SPD gehört sie seit 2018 dem Bundesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung (SPDqueer) als stellvertretende Vorsitzende an. Sie setzte sich dafür ein, dass das Transsexuellengesetz, das von vielen als entwürdigend empfunden wird, durch ein Selbstbestimmungsgesetz für Trans-Menschen ersetzt wird. Am 12. April wurde dies von Erfolg gekrönt. Der Bundestag verabschiedete ein solches Gesetz.
Der Akzeptanzpreis wird in der kommenden Woche bei einem Festakt verliehen. Der CSD in Duisburg findet am 27. Juli auf dem König-Heinrich-Platz statt und steht unter dem Motto „Vielfalt.“




