Die neue Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat dem Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich ein Gespräch über die Corona-Infektion und die gesundheitlichen Folgen von Impfstoffen angeboten. „Ich treffe mich gern mit ihm auf einen Kaffee“, sagte die Duisburger Bundestagsabgeordnete in einem Gespräch mit der Rheinischen Post. Der Bayern-Profi hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass er sich wegen möglicher Langzeitfolgen der Impfstoffe bisher noch nicht immunisieren ließ.

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Sie sei dem Bayern-Profi sogar dankbar, dass er die Debatte über Langzeitfolgen der Impfung vor dem Winter noch einmal angestoßen habe, sagte Bas, die bisher als Gesundheitspolitikerin im Parlament tätig war. Kimmichs Äußerungen hatten zu einer breiten öffentlichen Diskussion über die Wirkung der Impfung und die Vorbildfunktion des prominenten Kickers geführt.

Virologen: Langzeitfolgen von Impfungen sind nicht zu erwarten

Der ungeimpfte Bayern-Fußballprofi Joshua Kimmich hat eine Debatte über die Folgen der Corona-Impfung ausgelöst.
Der ungeimpfte Bayern-Fußballprofi Joshua Kimmich hat eine Debatte über die Folgen der Corona-Impfung ausgelöst.© firosportphoto | Sebastian El-Saqqa

Führende Virologen und Mediziner erklärten dabei übereinstimmend, dass es keine Langzeitfolgen im Zusammenhang mit den Corona-Vakzinen und anderen Impfungen gebe. Impfreaktionen träten stets in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung des Impfstoffes auf. Dieser sei bereits zwei Wochen nach der Impfung im Körper nicht mehr nachweisbar. Nachdem die Corona-Impfstoffe millionenfach verabreicht wurden, seien alle Impfreaktionen, auch seltene, hinreichend bekannt. Es bedürfe deshalb keiner Langzeitstudien, so die Experten.

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In der Impfdebatte hatte sich in der vergangenen Woche auch die Duisburger Ärztin Dr. Carola Holzer zu Wort gemeldet. Die Notfallmedizinerin der Helios St. Johannes-Klinik, bekannt als Bloggerin „Doc Caro“, hatte die Begründung des Bayern-Profis als „gefährlich“ und „schlichtweg falsch“ bezeichnet. Oft werde das Wort „Langzeitfolgen“ fälschlicherweise und fern des wissenschaftlichen Konsens „als Universalausrede und Totschlagargument verwendet“. Doc Caro: „Meinung ist nicht gleich Ahnung.“

Bundestagspräsidentin: Debatte kann Menschen von Impfung überzeugen

Bärbel Bas hofft derweil auf einen positiven Effekt der Debatte. „Vielleicht lassen sich dann noch mehr Menschen von einer Impfung überzeugen, bevor sie von der vierten Welle erwischt werden, die jetzt rollt. Insofern kommt die Äußerung von Joshua Kimmich aus meiner Sicht zum richtigen Zeitpunkt“, sagte sie. Die 53-Jährige, die in der vergangenen Woche ins zweithöchste Staatsamt gewählt wurde, war in ihrer Jugend selbst begeisterte Fußballerin und ist regelmäßiger Gast bei den Spielen der Frauen und Herren des MSV.