Der Wochenmarkt auf dem Hansaplatz läuft gut, gerade samstags. Einige Stadtteilmärkte sind auch erfolgreich, wie der in Hombruch oder auf dem Nordmarkt. Und die anderen? Nicht alle Dortmunder Märkte fahren Gewinn ein. Ganz im Gegenteil: Die Stadt zahlt kräftig drauf. Allein 2026 kosten alle Märkte zusammen wohl 665.000 Euro aus dem Haushalt. Strom, Wasser, Infrastruktur, Vorbereitung, Reinigung, Verwaltung – das stadteigene Markt-Marketing noch nicht mitgerechnet. Das läppert sich.

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Das Minus sei auch deshalb so hoch, weil die Marktstand-Gebühr seit 2016 nicht gestiegen sei, erklärt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki. Händler und Händlerinnen zahlen 1,55 Euro pro Quadratmeter. Aber 2027 stehe eine Erhöhung an, um den Zuschuss aus dem städtischen Haushalt Schritt für Schritt zu verringern.
Welche Stadtteilmärkte sich für die Stadt finanziell lohnen und welche Miese machen, verrät Pinetzki nicht. „Wochenmärkte haben für die Stadtgesellschaft viele Funktionen“, heißt es stattdessen. Nahversorgung, Begegnung, Austausch, Tradition, Orte des Miteinanders – das mache die Wochenmärkte zu einem bedeutenden Teil des Stadtlebens. Deshalb gehe es der Stadt nicht nur ums Geld.
Stadt will alle Wochenmärkte erhalten – auch die kleinen
Aber stehen in Dortmund akut kleinere Wochenmärkte auf der Kippe? „Nein“, beteuert Pinetzki. „Ziel der Stadt ist es, alle Wochenmärkte zu erhalten.“ Richtig sei aber: Die vier Vorort-Märkte in Aplerbeck, Brackel, Dorstfeld und Eving erfüllen die Anforderungen eigentlich nicht mehr. Laut Gewerbeordnung muss ein Wochenmarkt eine „Vielzahl von Anbietern“ stellen, also mindestens 12 Stände, so Pinetzki. Hier sind es weniger.
Vier weitere Märkte, nämlich die in Hörde, Lütgendortmund, Mengede und Scharnhorst, schaffen mit 13 bzw. 14 Beschickern nur knapp den „Vielzahl“-Richtwert von 12 Ständen. Breiter aufgestellt sind in Dortmund nur der Hansamarkt in der Innenstadt und die Märkte in Hombruch, Huckarde und der Nordmarkt.





