Von diesem Einsatz haben viele Dortmunder etwas mitbekommen: Stundenlang kreiste ein Polizeihubschrauber am Dienstagabend (22.4.) über dem Dortmunder Süden. Die Einsatzkräfte suchten in den Straßen und aus der Luft fast zweieinhalb Stunden lang nach einem vermisst gemeldeten 9-jährigen Jungen. Auch ein Mantrailer und die Bereitschaftspolizei waren unterwegs, um den Jungen zu finden. Erst um 22.15 Uhr kam dann die Entwarnung: Der Schüler war wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt.

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Der Einsatz wird allerdings noch ein Nachspiel haben: Denn während der Polizeihubschrauber den Raum Hörde absuchte, blendete ein Unbekannter von einem Balkon eines Hauses an der Niederhofener Straße die Hubschrauber-Besatzung mit einem Laserpointer. Kurzzeitig musste der Pilot deshalb sogar aus Sicherheitsgründen die Suche nach dem vermissten Kind abbrechen.

Dortmunder hielt auch ein Messer in der Hand

Doch mit spezieller Kameratechnik konnte die Hubschrauberbesatzung, die am Flughafen in Dortmund stationiert ist, den Tatverdächtigen noch während der Tat genau lokalisieren. Zu sehen war dabei offenbar auch, dass der Mann ein Messer in der Hand hielt. Keine zehn Minuten später, gegen viertel vor zehn, stand ein Streifenteam der Polizei bereits bei dem Hörder vor der Tür. Wegen des Messers, das aus dem Hubschrauber zu erkennen gewesen war, forderten die Einsatzkräfte den Mann mit gezogenen Schusswaffen auf, die Wohnungstür zu öffnen und sich auf den Boden zu legen.

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Anschließend fesselten die Polizeibeamten den 37-Jährigen vor der Wohnungstür im Mehrfamilienhaus und stellten den Laserpointer sicher. Die Polizisten führten eine sogenannte „Gefährderansprache“ durch und wiesen den Hörder auf die Konsequenzen seines Handelns hin. Der versprach daraufhin, den Einsatz nicht weiter zu stören. Denn wird nun gegen den Mann ermittelt. Der Tatvorwurf: gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr.

Immer wieder Laser-Angriffe auf Piloten

Dass Flugzeug- und Hubschrauber-Piloten mit Lasern geblendet werden, kommt immer wieder vor. Erst im Juli letzten Jahres hatte ein 42-Jähriger mit einem Pointer auf einen Polizeihubschrauber gezielt, der beim EM-Achtelfinale über dem BVB-Stadion im Einsatz war. Er stand auf seiner Terrasse eines Mehrfamilienhauses in der Brücherhofstraße, also ebenfalls in Hörde.