Acht Termine hat das Amtsgericht Dortmund für Februar 2026 auf der Liste der Zwangsversteigerungen. Es gilt aber Vorsicht: Zwangsversteigerte Immobilien in Dortmund sind längst keine Schnäppchen mehr. Die gestiegenen Preise für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen haben auch die Versteigerung der Häuser verteuert. Inzwischen sinken die Preise aber wieder – die Zinsen steigen. Die Zahl der Versteigerungstermine nimmt wieder zu.

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Hauskauf-Interessierte sollten die Hoffnung aber trotz langer Suche nicht aufgeben. Jeden Monat zwangsversteigert das Amtsgericht Dortmund neue Immobilien. Hier die aktuellen Zwangsversteigerungen von Wohnungen und Häusern in Dortmund.

Zwangsversteigerungen in Dortmund – aktuelle Termine im Februar:

Eigentumswohnung: Im ersten Termin geht es um eine kleine Wohnung in der Dortmunder Nordstadt. Verkehrswert: 47.000 Euro. Das Mehrfamilienhaus an der Clausthaler Straße gehört nicht zu den bestgepflegten Häusern der Stadt – gebaut in den 50er Jahren ist es von vorne wie hinten eher trist und grau. Es stand auch schon einmal auf der Liste der Zwangsversteigerungen. Der Gutachter konnte weder die kleine Dachgeschosswohnung (44qm) noch das Haus selbst betreten. Wie es drinnen aussieht ist also unklar. Von außen macht das Gebäude jedenfalls keinen seht guten Eindruck. – Versteigerungstermin: 4. Februar 2026

Zweifamilienhaus: Im zweiten Termin geht es um ein Zweifamilienhaus in Dortmund-Lücklemberg. Der Verkehrswert ist mit 745.000 Euro recht hoch angesetzt, was nicht nur an der Lage im betuchten Dortmunder Süden liegt, sondern auch an der Größe. Das Haus am ruhigen Heidkopf ist vermutlich von 1950 und steht auf einem 2600qm großen Grundstück. Aktuell ist das Haus in zwei Wohnungen aufgeteilt – 91 und 115qm groß. Der Dachboden ist nicht ausgebaut. Die obere Wohnung ist vermietet. Am Haus muss allerdings noch viel gemacht werden. Größere Renovierungen gab es in den letzten Jahrzehnten nicht. – Versteigerungstermin: 5. Februar 2026

Eigentumswohnung: Im dritten Termin kommt eine kleine Zweizimmerwohnung in Dortmunder-Kirchlinde unter den Hammer. Für einen Verkehrswert von 43.000 Euro bekommt man ein 65qm-Apartment im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Dorloh. Einen Balkon hat die Wohnung nicht, aber einen Anteil am Gemeinschaftsgarten. Eine Innenbesichtigung der Wohnung sei nicht möglich gewesen, heißt es – das Gutachten bewertet daher nur den Zustand des Hauses selbst: Es ist teils stark renovierungsbedürftig. – Versteigerungstermin: 7. Januar 2025

Unter anderem diese Objekte werden in Dortmund im Februar zwangsversteigert.
Unter anderem diese Objekte werden in Dortmund im Februar zwangsversteigert.© Gutachten Björn Blinne, Dirk Mosebach, Catrin Rust

Einfamilienhaus: Am 13. Januar geht es um ein weiteres Mehrfamilienhaus in der Dortmunder Nordstadt. Das 50er-Jahre-Haus liegt an der Magdeburger Straße an einem Wendehammer mit Zufahrt zu einem Gewerbehof. Zur Libellengrundschule sind es nur ein paar Meter. Für einen Verkehrswert von 507.000 Euro gibt es rund 310qm Wohnfläche und ein gut 700qm großes Erbbau-Grundstück. Das Gutachten listet ein paar Mängel am Haus auf, allerdings keinen großen Modernisierungsstau. Allerdings sei keine Innenbesichtigung möglich gewesen, heißt es. – Versteigerungstermin: 13. Januar 2025

Doppelhaushälfte: Dann wird eine Doppelhaushäfte in Dortmund-Lindenhorst zwangsversteigert. Verkehrswert: 339.000 Euro. Auf einem 762qm großen Grundstück steht das Haus aus den 50ern mit rund 130qm Wohnfläche auf zwei Etagen. Schön ist vor allen die ruhige Lage an der Zacharias-Löbbecke-Straße direkt am Grävingholz. Hier kann man es sich gemütlich machen – aber laut Gutachten gibt es einige Mängel. Vor allem Feuchtigkeit sei im Untergeschoss ein Problem, heißt es im Gutachten. Auch der Rest des Hauses müsste auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem seien einige Bauten im Garten nicht genehmigt, ebenso wenig das ausgebaute Dachgeschoss. – Versteigerungstermin: 10. Februar 2026

Eigentumswohnung: Im nächsten Termin kommt eine Eigentumswohnung in Dortmund-Wellinghofen unter den Hammer. Für einen Verkehrswert von 112.000 Euro bekommt man ein 61qm großes Apartment mit Loggia in einem großen Mehrfamilienhaus aus den 60ern. Eine Innenbesichtigung der Wohnung sei nicht möglich gewesen, heißt es im Gutachten. Von außen ergebe sich allerdings ein befriedigender Eindruck. Vor allem die Lage in der ruhigen Godefriedstraße ist für Naturliebhaber reizvoll. – Versteigerungstermin: 12. Februar 2026

Eigentumswohnung: Im sechsten Termin geht es um eine große Eigentumswohnung in Dortmund-Wickede. Verkehrswert des Objekts in der Ebbinghausstraße: 234.000 Euro. Dafür gibt‘s 132qm Wohnfläche mit Balkon im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses von 1980. Das Gemeinschaftseigentum befindet sich in einem insgesamt durchschnittlichen bis guten Zustand. Über den Zustand der zu bewertenden Wohnung ist nichts bekannt, heißt es im Gutachten. – Versteigerungstermin: 18. Februar 2026

Grundstück: Als letztes kommt im Februar etwas ganz Besonderes unter den Hammer: ein riesiges Grundstück an der B1. Für einen Verkehrswert von über 1,9 Millionen Euro gibt‘s ein 5325qm großes unbebautes Grundstück direkt an der B1 zwischen B236 und der „Villa Futurum“. Hier war ein Moxy-Hotel mit 150 Zimmern geplant – daraus wird wohl nichts, die Projektgesellschaft ist insolvent. Im vorderen Grundstücksbereich befindet sich eine große Baugrube und der Bereich dahinter ist verwildert, heißt es im Gutachten. Für eine Wohnbebauung eignet sich das Grundstück eher nicht – durch die B1 ist es sehr laut. Und da das Grundstück laut Exposee über die B1 erschlossen wird, ist auch keine Lärmschutzwand möglich wie die, die (bald wieder) vor den Wohnhäusern an der Karl-Prümer-Straße steht. Eine „unmittelbare Wohnnutzung“ sei für das Grundstück ohnehin nicht zulässig, heißt es im Gutachten.– Versteigerungstermin: 24. Februar 2026