Die Stadt Bottrop und der Bottroper Sportbund veranstalten im Juli erstmals die „Bottroper Woche der Inklusion“. Sie rufen Familien, Vereine, Verbände und Institutionen zum Mitmachen auf. In der Aktionswoche sollen die Bottroper Angebote für Menschen mit Behinderungen gebündelt präsentiert und bekannter gemacht werden.

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Entstanden ist die Idee der Aktionswoche beim Erarbeiten des Bottroper Inklusionsplans, der im Juni 2025 vorgestellt worden ist, berichtet Oberbürgermeister Matthias Buschfeld. Kein Wunder: In den dort aufgelisteten Maßnahmensteckbriefen wird immer wieder die Vorbildfunktion der Stadt für Unternehmen und Vereine betont und gefordert, die Stadt möge ein „öffentliches Bekenntnis zur Inklusion“ in Form einer Kampagne ablegen.

Nicht alle Familien mit Menschen mit Behinderungen wissen von allen Angeboten, die es für sie gibt.

Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz in Bottrop
Karen Alexius-Eifert, Sozialdezernentin

Genau das soll jetzt passieren bei der „ersten Bottroper Woche der Inklusion“ vom 6. bis 10. Juli, also kurz vor de Sommerferien. Unter anderem will die Stadt zeigen, wie viele und welche Inklusionsangebote es in Bottrop schon gibt, sagt Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert. Das habe sich beim Erarbeiten des Inklusionsplanes gezeigt: „Nicht alle Familien mit Menschen mit Behinderungen wissen von allen Angeboten, die es für sie gibt.“

Ein weiteres Ziel ist, bisher unbekannte Angebote kennenzulernen und öffentlich zu machen. „Wir hoffen, dass sich viele Vereine, Familien oder Einrichtungen finden, die ihr Angebot selbst gar nicht so besonders finden“, formuliert Michael Schön vom Bildungsbüro, einer der Organisatoren der Aktionswoche. Denn für andere kann es lohnenswert sein, davon zu erfahren.

Mitbestimmung in Kinderparlamenten steht für Teilhabe

Beispiele dafür finden sich in Schulen und Kitas. Fachbereichsleiterin Nadine Granow-Keysers nennt als Beispiel die Mitbestimmung etwa in Kinderparlamenten. „Das hat natürlich auch etwas zu tun mit Teilhabe.“ Und Inklusion fängt schon in der Kita an, wie im Familienzentrum St. Johannes in Kirchhellen, das sich in sein Konzept geschrieben hat: „Im Familienzentrum verbinden wir mit dem Begriff der Integration die gemeinsame Erziehung, Bildung und Betreuung behinderter und nicht-behinderter Kinder.“

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Stadt und Sportbund präsentieren während der Aktionswoche ihre eigenen Angebote wie die Freizeiten für Menschen mit Behinderungen oder das inklusive Klettern am Malakoffturm an der Knappenstraße..

Außerdem planen sie Angebote wie eine Wachbesichtigung auf der Hauptfeuerwache. Vor allem wünschen sie sich, dass möglichst viele Einrichtungen und Vereine in diesem Rahmen ihre Angebote vorstellen: „Wir hoffen auf ganz viele Akteure“, sagt Michael Schön vom Bildungsbüro Bottrop.

Sport- und Spielfest im Jahnstadion zum Abschluss

Abschluss und Höhepunkt der Inklusionswoche soll ein Sport- und Spielfest im Jahnstadion am 10. Juli für Grund- und Förderschulen sowie für Kitas werden. „Wir hoffen, dass wir 600 Kinder zum Mitmachen motivieren können“, sagen Michael Schön und Sarah Risse vom Sozialamt. Auf dem Kunstrasenplatz soll eine inklusive Spiel- und Bewegungslandschaft aufgebaut werden. Auf einem Rundgang sollen die Bottroper Projekte vorgestellt werden.

Mitmachangebote, Projektinformationen oder Teilnahmewünsche nimmt das Organisationsteam gerne entgegen: Sarah Risse, (02041) 70-4553 (sarah.risse@bottrop.de); Michael Schön, (02041) 70-4151 (bildungsbuero@bottrop.de)