Die Zahl politisch motivierter Straftaten ist in Bochum deutlich gestiegen. Gleichzeitig klärt die Polizei nur gut jeden dritten Fall auf. Besonders häufig scheitern Ermittlungen bei Sachbeschädigungen und verbotenen Symbolen.

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Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Bochum 428 politisch motivierte Straftaten – 132 mehr als im Jahr zuvor. Als Hauptgrund nennt die Polizei den Bundestags- und Kommunalwahlkampf. Vor allem beschädigte Wahlplakate und sogenannte Propagandadelikte hätten stark zugenommen.

Politisch motivierte Straftaten in Bochum: Rund ein Drittel wird aufgeklärt

Die Aufklärungsquote bleibt allerdings niedrig: Nur 35 Prozent der Fälle wurden gelöst. Zum Vergleich: Insgesamt klärt die Polizei in Bochum mehr als jede zweite Straftat auf.

„Es gibt oft keine Ermittlungsansätze und keine Zeugen, die etwas gesehen haben“, sagt Polizeisprecher Jens Artschwager. Viele Verfahren verliefen deshalb im Sande. Besonders schwierig sei es, Schmierereien, beschädigte Wahlplakate oder das Verwenden verbotener Symbole aufzuklären.

Eine positive Entwicklung sieht die Polizei bei den Gewalttaten. Die Zahl politisch motivierter Körperverletzungen sank von 19 auf neun Fälle. Gleichzeitig liegt die Aufklärungsquote hier mit fast 78 Prozent deutlich höher.

Polizei
Mehr politisch motivierte Straftaten in Bochum im vergangenen Jahr verglichen mit dem Vorjahr. In Bochum sind fast alle Zahlen gestiegen – aus einem bestimmten Grund.© Christoph Reichwein/dpa | Christoph Reichwein

Die meisten Straftaten ordnet die Polizei weiterhin dem rechten Spektrum zu. In Bochum wurden 218 rechte Delikte registriert – 56 mehr als im Vorjahr. Deutlich stärker stiegen allerdings die linksmotivierten Straftaten an: In Bochum, Herne und Witten zusammen nahmen sie von 41 auf 125 Fälle zu. Allein in Bochum wurden 91 Delikte gezählt, fast dreimal so viele wie im Vorjahr.

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Zurückgegangen ist dagegen die Zahl der Straftaten mit ausländisch-politischem Hintergrund. Laut Polizei sank sie in Bochum, Herne und Witten um fast die Hälfte. Straftaten mit religiösem Hintergrund blieben nahezu unverändert.

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