Im Ruhrgebiet heben Menschen ihr Bargeld immer seltener am klassischen Bankautomaten ab. Der Einzelhandel wird beliebter. Das zeigt die Cash-Index-Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zu den 30 größten Städten Deutschlands. Demnach sind Supermärkte, Discounter und Drogerien vielerorts häufiger Anlaufstelle für Bargeld als Bankfilialen und Automaten.

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Im Bundesdurchschnitt kommen in den großen Städten 3,4 Geschäfte mit Bargeldservice auf 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Bei Geldautomaten und Bankfilialen sind es nur noch 3,0 Standorte. Auch im Ruhrgebiet macht sich dieser Trend bemerkbar, allerdings mit einem deutlichen Unterschieden zwischen den jeweiligen Städten.

Einzelhandel löst Bankautomaten in Großstädten ab

Besonders groß ist die Kluft in Dortmund: Dort gibt es 3,38 Märkte und Läden pro 10.000 Einwohner, an deren Kassen Bargeld abgehoben werden kann. Dem stehen nur 1,66 Geldautomaten und Bankfilialen gegenüber. Unter allen untersuchten Großstädten ist das der deutlichste Abstand zwischen Einzelhandel und klassischer Bankinfrastruktur. Für Kundinnen und Kunden heißt das: Bargeld kann man in Dortmund zwar vergleichsweise oft abgeheben, aber zunehmend im Zusammenhang mit einem Einkauf und weniger am Bankautomaten.

Auch Duisburg weist unter den 30 größten Städten Deutschland mit 1,43 Automaten und Bankfilialen pro 10.000 Einwohner den niedrigsten Wert vor. Diesen Rückgang kann der Einzelhandel mit 2,89 Filialen ausgleichen. In Essen hat der Einzelhandel beim Bargeld klar die Nase vorn: Auf 10.000 Einwohner kommen 3,24 Märkte mit Auszahlungsservice, während nur 2,24 Geldautomaten zur Verfügung stehen.

Bochum setzt weiter auf klassische Bargeldversorgung am Bankautomaten

Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Bochum. Dort ist die Dichte an Geldautomaten und Bankfilialen höher als die Zahl der Geschäfte mit Bargeldservice. Bochum gehört damit zu den Städten, in denen die klassische Bargeldversorgung über Banken bislang noch dominiert. 3,23 Bankautomaten kommen hier auf 10.000 Einwohner. Insgesamt verschiebt sich das Gewicht aber auch hier zunehmend in Richtung Einzelhandel mit 3,09 Märkten.

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In der Summe bleibt der Zugang zu Bargeld in den großen Städten laut DKB stabil: Rechnet man alle verfügbaren Bargeldquellen zusammen, ergeben sich im Schnitt 6,4 Anlaufstellen pro 10.000 Einwohner. Wer Bargeld braucht, findet es im Ruhrgebiet immer häufiger an der Supermarktkasse. Genauere Ergebnisse der Studie unter www.dkb.de.