Gute Nachricht aus Bochum-Grumme: Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der in der Gretchenstraße gefunden worden war, ist erfolgreich entschärft. Alle Anwohnerinnen und Anwohner konnten am Donnerstagabend so gegen halb Neun wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen.
Weltkriegsbombe in Bochum-Grumme entschärft
Etwa 45 Minuten hat es gedauert, bis der Kampfmittelräumdienst die amerikanische 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe mit Aufschlagzünder unschädlich gemacht hat. Gegen 19.27 Uhr hatte die Entschärfung begonnen. Zuvor hatte es beinahe fünf Stunden gedauert, ehe alle Menschen, die in dem gefährdeten Bereich 250 Meter rund um die Fundstelle wohnen oder arbeiten, evakuiert wurden.
Etwa 900 Anwohnerinnen und Anwohner hatten kurzfristig ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Dass das so lange dauert, sei nicht ungewöhnlich, sagt Stadtsprecher Peter van Dyk. Es passiere immer wieder, dass jemand von der Bombenentschärfung und der damit einhergehenden Evakuierung nicht mitbekommt.
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„Da passieren die dollsten Sachen“, weiß van Dyk aus Erfahrung. „Da bekommt in der Betreuungsstelle eine Tochter den Anruf ihrer Mutter, dass diese sich noch im Evakuierungsgebiet befindet. Oder einige Anwohner beschließen, nicht länger warten zu wollen und zurück in ihre Wohnungen zu gehen. Oder es kommen Katastrophentouristen.“ Auch deswegen würden inzwischen immer Drohnen eingesetzt, um das Gebiet von oben zu kontrollieren.
124 Bürgerinnen und Bürger hatten nach Auskunft der Stadt das Angebot der Betreuungsstelle in der Feldsieper Schule wahrgenommen und wurden dort versorgt. Mehr als 40 Personen mussten dorthin transportiert werden. Mehr als 100 Anrufe seien von der eigens eingerichteten städtischen Hotline im Laufe des Tages zu Sperrungen, zur Evakuierung und Entschärfung beantwortet worden.
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Vorübergehend gesperrt werden musste während der Bombenentschärfung die A40 zwischen den Anschlussstellen Ruhrstadion und Hamme. An den Abfahrten kam es zu längeren Staus. Die U-Bahn-Linie 35 unter der Herner Straße wurde zwischen den Haltestellen Feldsieper Straße und Zeche Constantin unterbrochen.
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Etwa 150 Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes Bochum, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter, der Malteser, des Technischen Hilfswerks, der Polizei, der Bogestra, des Kampfmittelräumdienstes, der freiwilligen Feuerwehr, des Ordnungsdienstes, der DLRG sowie Notfallseelsorger waren im Einsatz. Die Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes Bochum hat bei der Kontrolle des Evakuierungsgebiets geholfen. Die Feuerwehr Bochum informierte die Bevölkerung mit Durchsagen über die Warnfahrzeuge.




