Die Kutsche für den Fliegenden Weihnachtsmann am Dr.-Ruer-Platz ist schon montiert, seit Tagen hämmern und schrauben die Standbetreiber bereits an ihren Buden in der Innenstadt. Es ist nicht mehr zu übersehen: In wenigen Tagen startet der Bochumer Weihnachtsmarkt.

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Los gehts am Donnerstag, 20. November, Schluss ist am Dienstag, 23. Dezember. Was auffällt: Erstmalig stehen auch wieder Hütten auf dem Husemannplatz. Zwei Jahre lang fiel die Aufenthaltsfläche am Jobsiade-Brunnen für den Weihnachtsmarkt wegen Umbauarbeiten komplett weg.

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Die Arbeiten kommen voran, ein Teil des Platzes ist bereits fertiggestellt. „Wir haben uns den Husemannplatz zur Hälfte zurückerobert“, sagt Sandra Gagliardi, Geschäftsführerin der Bochum Marketing, die den Weihnachtsmarkt veranstaltet. „Im kommenden Jahr gehört er dann wieder komplett uns.“

Rathausplatz kam bei den Besuchern an – und bleibt dem Bochumer Weihnachtsmarkt erhalten

Der Rathausplatz diente im vergangenen Jahr als Ersatz, „wurde aber sehr gut angenommen und war so beliebt, dass wir ihn auch dieses Jahr wieder bespielen“, sagt Oliver Osthoff von Bochum Marketing. Dadurch vergrößert sich der Weihnachtsmarkt flächenmäßig, die Anzahl der Stände bleibe aber in etwa gleich: Rund 200 sind es auch in diesem Jahr.

Durch den neu gewonnenen Platz auf dem Husemannplatz kehren Buden wie der „Glühweinprinz“, Fischspezialisten Lichte, Wittlers Bonbon Factory und ein Stand mit Kunst aus dem Erzgebirge zurück in ihre gewohnte Umgebung.

Pressegespräch zum Weihnachtsmarkt
Chantal Wrazidlo (Stadt Bochum, links), Oliver Osthoff (Bochum Marketing), Sandra Gagliardi (Geschäftsführerin Bochum Marketing), Sarah Kalender (Sparkasse Bochum) und Oliver Bartkowski (Veranstalter Rentier-Lounge) stellen die Neuigkeiten auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt vor.© FUNKE Foto Services | Klaus Pollkläsener

Ansonsten bleibt bei der Aufteilung alles wie immer: Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich vom Dr.-Ruer-Platz mit dem Fliegenden Weihnachtsmann (täglich 17 und 19 Uhr) und der Weihnachtsbühne über den Boulevard mit Märchenwald und Eisstockschießen bis zum Mittelaltermarkt rund um die Pauluskirche. Auch entlang der Kortum- und Huestraße stehen wieder Buden, genauso wie vor dem Hauptbahnhof.

Weihnachtsmarkt Bochum: Kleine Anpassungen im Sicherheitskonzept

Kleine Anpassungen hat es laut Osthoff im Sicherheitskonzept gegeben. Wie im vergangenen Jahr kommen sogenannte HTS-Sperren und Indutainer zum Einsatz. Das sind beides mobile Durchfahrtssperren. In diesem Jahr seien aufgrund der etwas größeren Fläche zusätzliche Indutainer im Einsatz. Die Kosten dafür bewegen sich laut Gagliardi „im sechsstelligen Bereich“.

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Neu in diesem Jahr ist laut Osthoff unter anderem ein Stand mit Gewürzen und Kräutern, erstmals gibt es zudem Buden mit Kaiserschmarrn und Pasta im Parmesanlaib. Ebenfalls Premiere feiert die „Brizza“. Das ist eine Pizza, die mit Brezelteig gebacken wird. Auch die „Weihnachtszentrale“ von der Bochum Marketing kehrt nach einem Jahr Pause zurück. Zu finden ist sie an der Huestraße/Ecke Dr.-Ruer-Platz. „Hier bekommen die Besucher Infos zum Markt oder Souvenirs aus Bochum“, sagt Osthoff.

Aktion für bedürftige Kinder und Neuerungen in der Bochum-App

Die Wunschzettelaktion ist ebenfalls in der Weihnachtszentrale beheimatet. In Kooperation mit fünf Kinderheimen aus Bochum gibt es 612 Wunschzettel von bedürftigen Kindern und Jugendlichen an dem Stand. Wer ihnen zu Weihnachten einen Wunsch erfüllen möchte, kann sich dort einen Zettel mitnehmen und später das Geschenk wieder abgeben.

Vor zwei Jahren feierte der „digitale Hüttenfinder“ in der Bochum-App seine Premiere. Der hat laut Chantal Wrazidlo von der Stadt Bochum jetzt einen neuen Namen und ist ab sofort unter dem Reiter „Weihnachten in Bochum“ in der App zu finden. Dort gebe es jetzt zusätzlich zum digitalen Lageplan der Hütten eine Übersicht des Bühnenprogramms sowie eine Kinderrallye über den Weihnachtsmarkt. Wer auf Instagram ein Foto mit dem Hashtag #Bochumweihnachten hochlädt, landet mit Bild auf der „Weihnachtswall“ in der App.