Über 1000 Teilnehmende haben am Mittwoch, 9. Juli, an der Ruhr-Uni in Bochum gegen die zunehmenden rechten Angriffe auf queere Gruppierungen demonstriert. Zu der Kundgebung hatte die Hochschulleitung aufgerufen.

Die „rechtsextremen Angriffe“ würden sich gezielt gegen Minderheiten richten, sagte Rektor Martin Paul bei der Kundgebung. „Das dürfen wir nicht hinnehmen. Unsere Solidarität gilt gerade denjenigen, die am meisten Unterstützung brauchen. Wir stehen gemeinsam an ihrer Seite und machen deutlich: Auf unserem Campus ist kein Platz für Diskriminierung – egal gegen wen sie sich richtet.“

Ruhr-Uni Bochum arbeitet mit Polizei und Staatsschutz zusammen

Hintergrund sind die rechten Übergriffe auf queere Gruppen, die in den vergangenen Wochen zugenommen haben. Es gibt Angriffe, Einbrüche, rechte Schmierereien, Pride-Flaggen, also Regenbogenflaggen, haben gebrannt. Die Attacken konzentrieren sich vor allem auf das GA-Gebäude auf dem Campus, deswegen fand die Versammlung vor dem Eingang statt. Die Hochschulleitung sprach von „einem Frontalangriff auf uns alle“.

Prorektorin Isolde Karle stellte klar, dass die Übergriffe „keine Kavaliersdelikte“ seien. Und: „Die Hochschulleitung arbeitet eng mit Polizei und Staatsschutz zusammen, um die Täter zu überführen und den Schutz Betroffener zu gewährleisten.“ 

An der Demonstration beteiligten sich verschiedene Gruppen, darunter Studierende und Mitarbeitende der Ruhr-Universität.