Alles fing, so besagt es die Legende, Mitte der 1990er-Jahre mit einem Vergleich an: Wenn Schauspielhaus-Intendant Leander Haußmann die Punkband „Die Kassierer“ auf dem Theatervorplatz auftreten lasse, dann könne er genauso gut mit den Bochumer Symphonikern im Bermudadreieck spielen, sagte der damalige Orchesterchef Steven Sloane. Das Team des „Mandragora“ nahm Kontakt zum Generalmusikdirektor auf – der Rest ist Geschichte. Seit 1996 bitten die Bochumer Symphoniker jedes Jahr zur Bühne am Konrad-Adenauer-Platz (KAP).
Am Mittwoch, 18. Juni, um 19.30 Uhr steht also die 29. Auflage des Umsonst-und-draußen-Konzerts an. Für das Orchester ist es das Saisonfinale vor der Sommerpause, für viele Bochumerinnen und Bochumer ein Highlight im Kultur-Kalender.
Klassische Musik und das Bermudadreieck Bochum: Das funktioniert
„Klassische Musik und Bermudadreieck – alle, die damals geglaubt haben, dass dies nicht funktionieren kann, werden Jahr für Jahr eines Besseren belehrt“, sagt eine Sprecherin der Bermuda-Gastronomie. Den BoSy gelinge es hier „wie nirgendwo sonst, ein völlig anderes und zum Teil auch neues Publikum anzusprechen“.
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Am Dirigentenpult wird Mateo Peñaloza Cecconi stehen. Allen, die dabei sein wollen, sei empfohlen, mit ausreichend Vorlauf zu kommen. Erfahrungsgemäß bleibt am KAP an diesem Abend kein Platz frei.