Aufregung am frühen Mittwochabend in der Bochumer Innenstadt: Die Polizei räumte das Einkaufszentrum Drehscheibe – Reizgas! Auch drei Rettungswagen waren vor Ort, die insgesamt acht Sanitäter behandelten drei Personen, die über Beschwerden klagten. Gegen 18.30 Uhr war die Gefahr dann gebannt, der Einkaufsbummel konnte weitergehen.

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Insgesamt hat es nach Auskunft der Polizei vom Donnerstagvormittag sieben Verletzte gegeben, denn vier weitere Personen hätten über Atembeschwerden geklagt, hieß es. Behandelt werden mussten sie aber nicht.

Reizgas aus Alarmanlage: „Noch nicht sehr geläufig“

Die Haus-Security habe die Polizei um 17.48 Uhr alarmiert, hieß es am Abend aus der Leitstelle. Erst hieß es wohl, jemand habe Reizgas versprüht. Laut Polizei liegt die Ursache aber woanders – in der Apotheke. „Durch einen Bedienungsfehler der Alarmanlage strömte Reizgas aus“, heißt es von der Polizei. Das Problem konnte aber schnell behoben werden. „Dann wurde gelüftet und gewischt und der Bereich konnte nach 45 Minuten wieder freigegeben werden“, so die Polizei.

Nun gibt es weitere Informationen: Beim Testen des Sicherheitssystems sei der Alarm ausgelöst worden, so Polizeisprecher Jens Artschwager im Gespräch mit dieser Redaktion. In der Apotheke sei nicht nur eine herkömmliche Alarmanlage eingerichtet, sondern eine, die im Alarmfall auch Tränengas versprühe. Ein System, das offenbar noch nicht sehr verbreitet ist. Ähnliche Anlagen sind mit Sicherheitsnebel statt mit Reizgas ausgestattet. „Für uns ist das auch noch nicht sehr geläufig“, so der Polizeisprecher.