Zu einer ungewöhnlichen Sitzung des Wahlausschusses kam es am Donnerstagnachmittag im Rathaus: Elf Tage nach der Bundestagswahl am 23. Februar mussten aufgrund einer Anweisung der Landeswahlleitung die Ergebnisse für den Wahlkreis Bochum I noch einmal neu festgestellt werden.
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Beschwerde durch das Bündnis Sahra Wagenknecht
Als Grund dafür gilt eine Beschwerde durch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das Auffälligkeiten während der Stimmauszählung angemerkt hatte. Demnach soll es bei der Auszählung zu namentlichen Verwechselungen zwischen dem BSW und dem Bündnis Deutschland (BD) gekommen sein. „Beide Namen sind recht ähnlich und standen in den Wahllisten direkt untereinander“, sagt Kreiswahlleiter Sebastian Kopietz.
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Bei der Neuauszählung soll nun festgestellt worden sein, dass es im Stimmbezirk 6201 (Matthias-Claudius-Schule) tatsächlich zu Fehlern in der Niederschrift gekommen sei. Demnach wurden dem BSW 30 Stimmen zu wenig zugesprochen. Es kommt jetzt im Wahlbezirk Bochum I auf insgesamt 6374 Zweitstimmen. Das BD bekam 31 Zweitstimmen zu viel (jetzt 322). Am Ausgang der Wahl ändert dies laut Stadtverwaltung aber nichts.
Die Wahlbeteiligung lag bei 81,7 Prozent. 163.505 Wählerinnen und Wähler haben ihr Stimmrecht genutzt, wahlberechtigt waren 200.128 Bochumerinnen und Bochumer.





