Nach einem Großbrand in einer Lagerhalle Ende des vergangenen Jahres in Bochum-Langendreer hat die Kripo jetzt die Ursache ermittelt. Ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass das Feuer an einem in der Halle abgestellten Wohnmobil ausgebrochen war. Dort habe es einen technischen Defekt an Bauteilen des Wohnaufbaus oder an Elektrogeräten gegeben.

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Das teilte die Polizei am Montag (10.2.) auf Anfrage dieser Redaktion mit. Hinweise auf ein vorsätzliches Fremdverschulden lägen nicht vor. Die Staatsanwaltschaft entscheidet jetzt, ob die Ermittlungen eingestellt werden.
In der Halle standen rund 30 Wohnmobile, Campinganhänger und Kleintransporter von Privatpersonen
Am 30. Dezember (Montag) gegen 1.20 Uhr gingen bei der Feuerwehr Bochum die ersten Notrufe ein: An der Geheimrat-Leuschner-Straße in Langendreer hatte eine Lagerhalle für Wohnmobile und Kleintransporter Feuer gefangen. Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannten bereits große Teile einer rund 1000 Quadratmeter großen Leichtbauhalle in voller Ausdehnung, so die Feuerwehr. In der Halle waren rund 30 Wohnmobile, Campinganhänger und Kleintransporter von Privatpersonen abgestellt. „Aufgrund der starken Hitzestrahlung durch meterhohe Flammen sowie Verpuffungen durch platzende Gasflaschen und Reifen drohte der Brand auf weitere Hallen sowie im Umfeld abgestellte Fahrzeuge überzugreifen. Zudem kam es zu einer enormen Rauchentwicklung, die sich in östliche Richtung ausbreitete.“
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Feuerwehr Bochum setzte bei Löscharbeiten eine Drohne ein
Wegen der starken Rauchentwicklung und der Geruchsbelästigung wurde eine Warnung über die Warn-App Nina verschickt. Nach gut einer Stunde war der Brand unter Kontrolle, zeitweise waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort, insgesamt waren mehr als 130 Feuerwehrleute im Einsatz. „Zur genauen Lokalisierung der einzelnen Bandnester kam auch eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Erschwert wurden die Arbeiten durch die teilweise bereits eingestürzte Metallkonstruktion der Halle“, hieß es von der Feuerwehr.
Die Nachlöscharbeiten waren aufwendig. Immer wieder flammten Glutnester auf, die abgelöscht werden mussten. Dafür wurden große Teile der Halle und der ausgebrannten Fahrzeugwracks eingeschäumt. Mit einem Trennschleifer wurden zudem Teile der Hallenwände aufgeschnitten, um Brandnester im Inneren zu erreichen.
Wie hoch der Gesamtsachschaden ist, wurde bisher nicht bekannt. Insgesamt wurden laut Polizei durch den Brand und die enorme Hitze wohl rund 100 Fahrzeuge, darunter neben Wohnmobilen, -anhängern und Transportern auch Pkw und Boote auf Anhängern, beschädigt oder gar vollständig zerstört. Auch mindestens eine der benachbarten Hallen sei beschädigt worden.







