Etwas mehr als zwei Jahre nach der Explosion vor dem Kölner Geschäft des Düsseldorfer Modelabels „LFDY“ hat die Polizei in Rotterdam einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Ein 21‑jähriger Niederländer soll eine wichtige Rolle bei dem Anschlag innegehabt haben, teilten am Freitag (2. Oktober) Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit.
Der 21-Jährige sitze in den Niederlanden in Untersuchungshaft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden, berichtet die Kölner Polizei.
Anschlag auf Bekleidungsgeschäft in Köln: Verdächtiger ist in U-Haft
Am 18. September 2024 hatte gegen 5 Uhr an der Ehrenstraße in der Kölner Innenstadt eine Detonation die Schaufenster des Bekleidungsgeschäftes zerstört. Verletzte gab es keine.
Als mutmaßlicher Haupttäter hatte die Polizei nach monatelangen Ermittlungen mit der niederländischen Polizei einen 18-Jährigen identifiziert. Die mutmaßliche Tatkleidung war bei Durchsuchungen am 3. April 2025 sichergestellt worden; der Verdächtige saß laut Polizei zu diesem Zeitpunkt wegen einer anderen Sache in einer niederländischen JVA.
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Der 21-Jährige, der am Mittwochmorgen (30. September) in Rotterdam festgenommen worden sei, habe nach den Erkenntnissen der Polizei den Sprengsatz, der dann vor dem Geschäft in Köln explodierte, dem Hauptverdächtigen übergeben und diesen zum Tatort gefahren, teilt die Polizei mit. Auch bei ihm sei mutmaßliche Tatkleidung sichergestellt worden, berichtet die Polizei Köln.
Der Anschlag auf das Streetwear-Geschäft in Köln gehörte zu einer Reihe von Vorfällen mit Sprengstoff-Anschlägen und wird dem sogenannten Kölner Drogenkrieg zugeordnet.




