Ein Mann soll am Pfingstwochenende im Dinamare in Dinslaken zwei Kinder sexuell belästigt haben. Das bestätigt die Polizei Duisburg, die in solchen Fällen zuständig ist. Sie hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

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Der 37-Jährige soll am Samstagabend, etwa 18 Uhr, zwei Mädchen im Strömungsbecken des Freibades im Intimbereich berührt haben. Die Mädchen informierten einen Mitarbeiter des Schwimmbads, der die Polizei verständigte. Die betroffenen Mädchen haben sich am Empfang des Dinamare gemeldet, bestätigen die Stadtwerke, die das Schwimmbad betreiben: „Da wir solche Vorfälle sehr ernst nehmen, haben wir sofort reagiert und sowohl die Security als auch die Polizei informiert.“

Vater wollte auf mutmaßlichen Täter losgehen

Kurzzeitig abgeführt wurde nach NRZ-Informationen auf dem Parkplatz des Schwimmbades allerdings zunächst der Vater eines der Mädchen, der den Vorfall auch auf Facebook geschildert hat. Er habe auf den 37-Jährigen losgehen wollen, so die Polizei, so dass die Einsatzkräfte „einschreiten“ mussten. Nach Angaben des Vaters hatte der 37-jährige mutmaßliche Täter selbst ein Kind dabei. Die Polizei kann das weder bestätigen noch dementieren, es sei nicht Teil des Protokolls.

Die beiden Mädchen befanden sich nach dem Vorfall in der Obhut der Eltern, so die Polizei.

Ähnlicher Vorfall in Duisburg-Vierlinden

Im Allwetterbad Walsum an der Scholte-Rahm-Straße in Duisburg-Vierlinden gab es einen ähnlichen Vorfall: Ein 30-Jähriger soll zwei Minderjährige „körperlich berührt“ haben, so die Polizei. Eine Zeugin habe die Security informiert, die wiederum den Mann mit den Vorwürfen konfrontiert habe. Die Konfrontation sei in einer Auseinandersetzung gemündet, an der mehrere Personen beteiligt gewesen sein sollen.

In beiden Fällen hat das Kriminalkommissariat 15 der Polizei Duisburg die Ermittlungen aufgenommen, die derzeit andauern. Bereits der Versuch des sexuellen Missbrauchs von Kindern ist strafbar, und je nachdem, was genau passiert ist, sind Haftstrafen bis zu zehn Jahren möglich, so die Polizei.

Die Polizei informiert

Sexuelle Belästigung hat in Schwimmbädern keinen Platz.

Polizei Duisburg

„Sexuelle Belästigung hat in Schwimmbädern keinen Platz“, stellt die Polizei klar: „Schwimmbäder sollen Orte der Erholung, Freizeit und Sicherheit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein. Unerwünschte Berührungen, anzügliche Kommentare, bedrängendes Verhalten, heimliches Fotografieren oder andere sexualisierte Übergriffe sind Grenzverletzungen und können Straftaten darstellen, denen konsequent nachgegangen wird.“

Wichtig für Kinder und Jugendliche

Das rät die Polizei Kindern und Jugendlichen, die von Missbrauch betroffen sind:

„Dein Körper gehört dir! Wenn Berührungen für dich blöd oder komisch sind, dann darfst du „nein“ sagen, denn niemand hat das Recht, dich gegen Deinen Willen anzufassen.“

„Trau deinem Gefühl! Wenn jemand dir schlechte Gefühle macht, dann darfst du dich wehren. Es gibt gute und schlechte Geheimnisse! Schlechte Geheimnisse werden dir aufgezwungen und sind eigentlich gar keine Geheimnisse. Du darfst sie weitersagen. Das ist kein Petzen. Und die angedrohten Folgen musst du nicht fürchten.“

„Du darfst ‚nein‘ sagen! Auch Erwachsene machen manchmal Blödsinn und verlangen von Kindern etwas, das Kindern Angst macht, ihnen weh tut oder ganz komische Gefühle macht. Dann dürfen Kinder „nein“ sagen und brauchen das nicht zu machen.“

„Du darfst dir Hilfe holen! Manchmal ist es zu schwer, sich alleine zu wehren. Dann dürfen Mädchen und Jungen sich Hilfe holen. Manchmal willst du deiner Mutter oder deinem Vater nicht alles sagen, deshalb ist es wichtig, dass du dir überlegst, welche anderen Kinder oder auch Erwachsenen zu dir halten werden, wenn du Hilfe brauchst. Wende dich an sie und vertraue dich ihnen an.“

Hier gibt es Hilfe: Die Anlaufstelle für sexualisierte Gewalt der Awo ist in Dinslaken an der Hünxer Straße 37 zu finden. Sie ist hier online auf, telefonisch über 02064 6218-50 und per Mail unter asm@awo-kv-wesel.de erreichbar.

Der Notruf der Polizei unter Tel. 110 ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Kriminalprävention der Polizei Duisburg berät zum Thema „Sexueller Missbrauch“. Infos und Kontakt gibt es auf der Homepage.

So berichtete die NRZ am 26. Mai, 10.20 Uhr

Im Dinamare in Dinslaken gab es am Wochenende einen Polizeieinsatz. Ein Vater hat einem Mann vorgeworfen, seine Tochter und deren Freundin angefasst zu haben.

Der Mann, der selbst ein Kind auf dem Arm gehabt haben soll, soll die beiden Mädchen unter Wasser an Intimzonen berührt haben, berichtete der Vater auf Facebook. Der Vorfall soll sich am Samstagnachmittag im Strömungsbecken ereignet haben.

Mädchen meldeten sich am Empfang

Die betroffenen Mädchen haben sich am Empfang des Dinamare gemeldet, bestätigen die Stadtwerke, die das Schwimmbad betreiben: „Da wir solche Vorfälle sehr ernst nehmen, haben wir sofort reagiert und sowohl die Security als auch die Polizei informiert.“ Ein Verdächtiger habe identifiziert werden können, die Polizei ermittelt.

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Die Polizei war vor Ort und hat den Vater kurzfristig abgeführt. Eine entsprechende Pressemitteilung der Polizei soll folgen, dieser Bericht wird dann ergänzt.