Im Fall einer vor 34 Jahren in Köln ermordeten Frau gibt es eine neue Spur. In der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ war das Verbrechen am Mittwochabend nacherzählt worden. Noch während die Sendung lief, habe sich ein Zuschauer gemeldet, berichtet Markus Weber, Leiter der Kölner Cold-Cases-Abteilung. Der Zeuge gab an, ein Bekannter habe ihm das Verbrechen gestanden.

Ermittler Markus Weber präsentierte den Fall bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“.
Ermittler Markus Weber präsentierte den Fall bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“.© dpa | Rolf Vennenbernd

„Wir werden uns das jetzt in Ruhe anschauen – das kann alles oder nichts sein“, sagt Weber. Der Hinweisgeber habe den Ermittlern den Namen eines Mannes genannt. Die Cold-Case-Einheit werde den Namen nun prüfen und den Mann befragen. Ob der Mann etwas mit der Tat zu tun hat, könnten DNA-Spuren verraten, die nach der Tat sichergestellt wurden.

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In dem ungelösten Fall geht es um eine Frau, die im Jahr 1992 tot in ihrer Wohnung in der Kölner Innenstadt aufgefunden worden war. Ihr Name war Bianca Bersch. Sie soll als Prostituierte unter dem Namen Yvonne in einem Apartment über einem Spielclub gearbeitet haben. Die Ermittlerinnen und Ermittler ziehen einen Raubmord in Betracht. Ihr letzter Kunde könnte ihr Mörder gewesen sein.

Der Täter soll weiße Tennissocken am Tatort zurückgelassen haben, die in der Sendung am Mittwochabend gezeigt wurden. Weber sagte, anhand der Spuren an den Socken könne man ablesen, dass der Täter Arbeitsschuhe getragen und Schweißarbeiten ausgeführt haben musste. Außerdem hätten die Ermittler an der Leiche blaue Faserspuren sicherstellen können, die von einer Arbeitshose stammen könnten. Für Hinweise zur Aufklärung des Falls habe die Staatsanwaltschaft 5000 Euro Belohnung ausgesetzt. (red/dpa)